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	<title>Diskursethik - Philosophie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Diskursethik_-_Philosophie&amp;diff=38969&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
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		<updated>2026-07-20T21:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Diskursethik - Philosophie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Habermas (cropped).jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:100%; text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Fach]]&lt;br /&gt;
! [[Niveau]]&lt;br /&gt;
! [[Thema]]&lt;br /&gt;
! [[Leitfrage]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Philosophie]]&lt;br /&gt;
| Klasse 11–13 und [[Studium]]&lt;br /&gt;
| [[Diskursethik]]&lt;br /&gt;
| Wann kann eine moralische [[Norm]] vernünftig gelten?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Diskursethik]] prüft moralische [[Norm|Normen]] nicht allein im Gewissen eines Einzelnen. Entscheidend ist, ob alle möglicherweise Betroffenen einer Norm in einem fairen [[Diskurs]] zustimmen könnten. Entwickelt wurde der Ansatz vor allem von [[Karl-Otto Apel]] und [[Jürgen Habermas]]. Er verbindet [[Moralphilosophie]], [[Sprachphilosophie]], [[Argumentation]] und [[Demokratietheorie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Du lernst:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zentrale Prinzipien erklären, Diskursbedingungen prüfen, Fälle analysieren, Kritik beurteilen und selbst einen praktischen Diskurs gestalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=rAusTxkzYwI   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Grundidee =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Norm ist nicht schon deshalb richtig, weil sie Tradition, Mehrheit, Macht oder persönlicher Überzeugung entspricht. Sie muss gegenüber allen Betroffenen mit Gründen vertreten werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Leitgedanke:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nicht die stärkere Person entscheidet, sondern das stärkere [[Argument]] soll zählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Entstehung und Vertreter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Denker&lt;br /&gt;
! Schwerpunkt&lt;br /&gt;
! Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Karl-Otto Apel]] 1922–2017&lt;br /&gt;
| [[Transzendentalpragmatik]]&lt;br /&gt;
| Zeigt Voraussetzungen auf, die beim Argumentieren immer schon anerkannt werden.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Jürgen Habermas]] 1929–2026&lt;br /&gt;
| [[Kommunikatives Handeln]]&lt;br /&gt;
| Begründet die Geltung moralischer Normen durch praktische Diskurse.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl-Otto Apel.jpg|450px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Habermas10 (14298469242).jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apel betont die unhintergehbaren Voraussetzungen jeder Argumentation und den [[performativer Widerspruch|performativen Widerspruch]]. Habermas verzichtet auf Apels starken Anspruch einer [[Letztbegründung]] und entwickelt ein Verfahren zur vernünftigen Rechtfertigung von Normen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Von Kant zur Intersubjektivität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diskursethik steht in der Tradition der [[Kantische Ethik|kantischen Ethik]]. Bei [[Immanuel Kant]] prüft das vernünftige Subjekt, ob seine Maxime verallgemeinerbar ist. In der Diskursethik wird diese Prüfung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;intersubjektiv&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Alle Betroffenen sollen ihre Perspektiven und Interessen in einen gemeinsamen Diskurs einbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Zentrale Begriffe und Prinzipien =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Begriff&lt;br /&gt;
! Kurzdefinition&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Norm]]&lt;br /&gt;
| Allgemeine Regel, die Handlungen erlaubt, verlangt oder verbietet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Praktischer Diskurs]]&lt;br /&gt;
| Argumentative Prüfung einer strittigen moralischen Norm.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Intersubjektivität]]&lt;br /&gt;
| Geltung entsteht im Verhältnis vernünftiger Subjekte zueinander.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Konsens]]&lt;br /&gt;
| Durch Gründe gewonnene und grundsätzlich revidierbare Zustimmung.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunikative Rationalität]]&lt;br /&gt;
| Vernunft, die sich im Austausch prüfbarer Gründe zeigt.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Diskursprinzip D ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gültig können nur solche Normen sein, denen alle möglicherweise Betroffenen als Teilnehmende eines praktischen Diskurses zustimmen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip verlangt keine zufällige Zustimmung. Gemeint ist eine Zustimmung unter fairen Bedingungen, nach Information, Perspektivenwechsel und Prüfung der Argumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Universalisierungsgrundsatz U ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;U:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die voraussehbaren Folgen und Nebenfolgen einer allgemeinen Befolgung müssen für die Interessen jedes Betroffenen von allen gemeinsam akzeptiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundsatz verhindert, dass Vorteile einer Gruppe auf Kosten anderer einfach übergangen werden. Er fordert eine unparteiliche [[Folgenabschätzung]], ist aber kein bloßer [[Utilitarismus]]: Nicht die größte Gesamtsumme des Nutzens entscheidet, sondern die begründbare Akzeptierbarkeit für jede betroffene Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Bedingungen eines fairen Diskurses ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Inklusion]]: Alle möglicherweise Betroffenen müssen berücksichtigt werden.&lt;br /&gt;
# [[Gleichberechtigung]]: Jede Person darf Behauptungen aufstellen, bezweifeln und begründen.&lt;br /&gt;
# [[Zwangsfreiheit]]: Drohung, Täuschung und institutioneller Druck dürfen das Ergebnis nicht bestimmen.&lt;br /&gt;
# [[Wahrhaftigkeit]]: Beteiligte sollen ihre tatsächlichen Überzeugungen und Interessen offenlegen.&lt;br /&gt;
# [[Revidierbarkeit]]: Ergebnisse bleiben für bessere Argumente und neue Informationen offen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Education Session group discussion 06.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte [[ideale Sprechsituation]] ist kein vollständig erreichbarer Zustand. Sie dient als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;regulative Idee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, mit der reale Gespräche auf Ausschlüsse, Macht und Verzerrungen geprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Geltungsansprüche und kommunikatives Handeln ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[kommunikatives Handeln|kommunikativen Handeln]] zielen Beteiligte auf Verständigung. Dabei können Äußerungen an Geltungsansprüchen geprüft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Geltungsanspruch&lt;br /&gt;
! Leitfrage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Verständlichkeit]]&lt;br /&gt;
| Ist die Äußerung nachvollziehbar formuliert?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wahrheit]]&lt;br /&gt;
| Trifft die Tatsachenbehauptung zu?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Wahrhaftigkeit]]&lt;br /&gt;
| Meint die Person, was sie sagt?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Richtigkeit]]&lt;br /&gt;
| Ist die zugrunde liegende Norm gerechtfertigt?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Argument Map.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=3Lzi-JK675Q   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abgrenzung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Strategisches Handeln]] will vor allem Erfolg erzielen. Kommunikatives Handeln sucht eine begründete Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Ablauf einer diskursethischen Prüfung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Schritt&lt;br /&gt;
! Leitfrage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Problem klären&lt;br /&gt;
| Welche konkrete Norm ist strittig?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Betroffene bestimmen&lt;br /&gt;
| Wer trägt Folgen oder Risiken?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Interessen erheben&lt;br /&gt;
| Welche Bedürfnisse, Rechte und Verletzlichkeiten bestehen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Folgen prüfen&lt;br /&gt;
| Was geschieht bei allgemeiner Befolgung?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argumente austauschen&lt;br /&gt;
| Welche Gründe sind öffentlich nachvollziehbar?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ergebnis bewerten&lt;br /&gt;
| Könnten alle Betroffenen zustimmen?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Consensus flow chart.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Konsens ist nicht automatisch endgültig. Neue Betroffene, Erfahrungen oder Informationen können eine erneute Prüfung verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Fallbeispiel: KI in der Schule =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strittige Norm:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Lernende dürfen generative [[Künstliche Intelligenz|KI]] für schulische Aufgaben nutzen, wenn die Nutzung offengelegt wird und die eigene Leistung erkennbar bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Perspektive&lt;br /&gt;
! Mögliche Interessen&lt;br /&gt;
! Prüfpunkt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lernende&lt;br /&gt;
| Lernhilfe, Teilhabe, Datenschutz&lt;br /&gt;
| Entsteht gerechter Zugang?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lehrkräfte&lt;br /&gt;
| Lernfortschritt, Bewertbarkeit, Arbeitsaufwand&lt;br /&gt;
| Bleibt Leistung nachvollziehbar?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eltern&lt;br /&gt;
| Schutz, Bildungschancen, Transparenz&lt;br /&gt;
| Sind Regeln verständlich?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Schule&lt;br /&gt;
| Chancengleichheit, Rechtssicherheit&lt;br /&gt;
| Werden Infrastruktur und Datenschutz gesichert?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gesellschaft&lt;br /&gt;
| Medienkompetenz, faire Bildung&lt;br /&gt;
| Welche langfristigen Folgen entstehen?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskursethische Prüfung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Die Norm ist nur dann gut begründet, wenn nicht bloß die technisch stärkste oder lauteste Gruppe entscheidet. Auch Personen ohne Geräte, mit Unterstützungsbedarf oder mit Datenschutzbedenken müssen einbezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=L3huxMGnLu8   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Konsens, Kompromiss und Mehrheitsentscheidung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Verfahren&lt;br /&gt;
! Kennzeichen&lt;br /&gt;
! Grenze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Konsens]]&lt;br /&gt;
| Zustimmung aufgrund gemeinsam geprüfter Gründe&lt;br /&gt;
| Kann zeitaufwendig und vorläufig sein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kompromiss]]&lt;br /&gt;
| Gegenseitige Zugeständnisse trotz bleibender Differenz&lt;br /&gt;
| Nicht jede Seite hält das Ergebnis für richtig&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Mehrheitsprinzip]]&lt;br /&gt;
| Entscheidung durch Stimmenzahl&lt;br /&gt;
| Minderheiteninteressen können unterliegen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diskursethik verbietet Mehrheitsentscheidungen nicht. Sie verlangt jedoch, dass Verfahren und Ergebnisse öffentlich begründbar sind und die Rechte Betroffener achten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Stärken und Kritik =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Stärke&lt;br /&gt;
! Kritische Frage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verbindet [[Autonomie]] mit gemeinsamer Rechtfertigung&lt;br /&gt;
| Können alle Betroffenen tatsächlich teilnehmen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nimmt Perspektiven und Folgen ernst&lt;br /&gt;
| Sind Machtunterschiede im Gespräch wirklich ausgleichbar?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eignet sich für pluralistische Gesellschaften&lt;br /&gt;
| Setzt der Ansatz zu viel gemeinsame Rationalität voraus?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Begründet demokratische Beratung&lt;br /&gt;
| Was geschieht bei dauerhaftem Dissens oder Zeitdruck?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hält Normen für revidierbar&lt;br /&gt;
| Werden Gefühle, Erfahrungen und Erzählungen ausreichend anerkannt?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Panel discussion Nobel Week Dialogue.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Einwände kommen unter anderem aus [[Feministische Ethik|feministischer Ethik]], [[Postkolonialismus]], [[Machtkritik]] und [[Poststrukturalismus]]. Sie fragen, ob formale Gleichheit genügt, wenn soziale Ungleichheit, Sprachbarrieren oder unsichtbare Ausschlüsse fortbestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Anwendungsfelder =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]: Öffentliche Beratung und legitime Gesetzgebung.&lt;br /&gt;
# [[Bioethik]]: Entscheidungen über Medizin, Forschung und Verletzlichkeit.&lt;br /&gt;
# [[KI-Ethik]]: Beteiligung von Betroffenen an Regeln für algorithmische Systeme.&lt;br /&gt;
# [[Klimaethik]]: Gerechte Verteilung von Lasten, Risiken und Zukunftschancen.&lt;br /&gt;
# [[Schule]]: Gemeinsame Begründung von Regeln, Bewertungen und Beteiligung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:People discussing and pointing somewhere.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=kH8_fPwpz4k   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Vergleich ethischer Ansätze =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ansatz&lt;br /&gt;
! Zentrale Frage&lt;br /&gt;
! Maßstab&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pflichtethik]]&lt;br /&gt;
| Kann ich die Regel widerspruchsfrei verallgemeinern?&lt;br /&gt;
| Vernünftige Pflicht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Utilitarismus]]&lt;br /&gt;
| Welche Handlung erzeugt die besten Gesamtfolgen?&lt;br /&gt;
| Nutzen oder Wohlergehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Tugendethik]]&lt;br /&gt;
| Welche Haltung kennzeichnet ein gutes Leben?&lt;br /&gt;
| Charakter und Tugend&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Diskursethik]]&lt;br /&gt;
| Könnten alle Betroffenen der Norm begründet zustimmen?&lt;br /&gt;
| Fairer praktischer Diskurs&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Merksätze =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Diskursethik ist [[deontologische Ethik|deontologisch]], [[Kognitivismus|kognitivistisch]], formal und universalistisch ausgerichtet.&lt;br /&gt;
# Sie liefert vor allem ein Verfahren zur Begründung von Normen, nicht automatisch fertige Lösungen.&lt;br /&gt;
# Ein echter Diskurs verlangt Inklusion, Gleichheit, Zwangsfreiheit und prüfbare Gründe.&lt;br /&gt;
# Konsens meint begründete Zustimmung, nicht bloße Harmonie.&lt;br /&gt;
# Reale Diskurse müssen stets auf Macht, Ausschluss und verzerrte Kommunikation untersucht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Medien zur Vertiefung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Überblick zu Habermas:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=Z84VJfYp3lY   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Biografischer und zeitgeschichtlicher Kontext:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=cKnH2Pj3IL8   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welches Kriterium steht im Zentrum der Diskursethik?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die mögliche begründete Zustimmung aller Betroffenen)&lt;br /&gt;
(!Die Entscheidung der mächtigsten Gruppe)&lt;br /&gt;
(!Die Befolgung jeder bestehenden Tradition)&lt;br /&gt;
(!Die Maximierung persönlicher Vorteile)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wer entwickelte die Diskursethik maßgeblich?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas)&lt;br /&gt;
(!Aristoteles und Epikur)&lt;br /&gt;
(!Jean-Paul Sartre und Albert Camus)&lt;br /&gt;
(!Thomas Hobbes und John Locke)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was besagt das Diskursprinzip D?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Gültige Normen müssen die mögliche Zustimmung aller Betroffenen finden)&lt;br /&gt;
(!Gültige Normen werden allein durch Mehrheiten erzeugt)&lt;br /&gt;
(!Gültige Normen gelten nur für einzelne Personen)&lt;br /&gt;
(!Gültige Normen dürfen nicht kritisiert werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was prüft der Universalisierungsgrundsatz U?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die Akzeptierbarkeit von Folgen und Nebenfolgen für alle Betroffenen)&lt;br /&gt;
(!Die Beliebtheit einer Regel in sozialen Medien)&lt;br /&gt;
(!Die sprachliche Schönheit einer Behauptung)&lt;br /&gt;
(!Die historische Herkunft einer Gewohnheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was ist die ideale Sprechsituation?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Ein regulatives Ideal fairer und zwangsloser Verständigung)&lt;br /&gt;
(!Ein Gespräch ohne unterschiedliche Meinungen)&lt;br /&gt;
(!Eine Abstimmung ohne Argumente)&lt;br /&gt;
(!Eine Rede einer einzigen Autorität)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Worauf zielt kommunikatives Handeln?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Auf Verständigung durch prüfbare Gründe)&lt;br /&gt;
(!Auf Erfolg durch verdeckte Beeinflussung)&lt;br /&gt;
(!Auf die Vermeidung jeder Kritik)&lt;br /&gt;
(!Auf die Durchsetzung privater Macht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was kennzeichnet einen diskursethischen Konsens?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine begründete und revidierbare Zustimmung)&lt;br /&gt;
(!Eine unveränderliche Entscheidung)&lt;br /&gt;
(!Eine zufällige Übereinstimmung)&lt;br /&gt;
(!Eine erzwungene Einigkeit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum gilt die Diskursethik als kognitivistisch?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Weil moralische Geltungsansprüche vernünftig geprüft werden können)&lt;br /&gt;
(!Weil moralische Urteile nur Gefühle ausdrücken)&lt;br /&gt;
(!Weil jede Kultur automatisch recht hat)&lt;br /&gt;
(!Weil Normen keiner Begründung bedürfen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Kritik trifft reale Diskurse besonders?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Machtungleichheiten können Beteiligung und Ergebnisse verzerren)&lt;br /&gt;
(!Argumente sind grundsätzlich bedeutungslos)&lt;br /&gt;
(!Jede Verständigung ist logisch unmöglich)&lt;br /&gt;
(!Nur schriftliche Kommunikation ist moralisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wofür eignet sich die Diskursethik besonders?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Für die gemeinsame Prüfung strittiger Normen in pluralen Gesellschaften)&lt;br /&gt;
(!Für die Berechnung physikalischer Naturgesetze)&lt;br /&gt;
(!Für die Bestimmung persönlicher Geschmacksurteile)&lt;br /&gt;
(!Für die Abschaffung öffentlicher Debatten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskursprinzip || Mögliche Zustimmung aller Betroffenen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universalisierung || Akzeptierbarkeit allgemeiner Folgen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kommunikatives Handeln || Orientierung an Verständigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Strategisches Handeln || Orientierung am Erfolg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inklusion || Einbezug relevanter Stimmen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konsens || Begründete Übereinstimmung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Apel || Transzendentalpragmatik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Habermas || Kommunikative Rationalität&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Diskursethische Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskursprinzip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Prüft die mögliche Zustimmung aller Betroffenen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Universalisierungsgrundsatz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Berücksichtigt Folgen und Nebenfolgen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ideale Sprechsituation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Beschreibt faire Kommunikationsbedingungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommunikatives Handeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Zielt auf Verständigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Strategisches Handeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Zielt auf Erfolg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Habermas || Welcher Philosoph verband Diskursethik mit kommunikativem Handeln?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Apel || Wer begründete eine transzendentalpragmatische Variante der Diskursethik?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konsens || Wie heißt eine durch Gründe gewonnene Übereinstimmung?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inklusion || Welcher Begriff fordert die Beteiligung aller Betroffenen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argument || Wie heißt ein prüfbarer Grund für oder gegen eine Norm?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Universalismus || Welche Position beansprucht Geltung über einzelne Kulturen hinaus?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Diskursethik+-+Philosophie &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Die Diskursethik prüft die Geltung moralischer { Normen } im argumentativen Austausch. Ihr wichtigster Maßstab ist die mögliche Zustimmung aller { Betroffenen }. Das Diskursprinzip wird mit dem Buchstaben { D } bezeichnet. Der Universalisierungsgrundsatz trägt den Buchstaben { U }. Ein fairer Diskurs verlangt die möglichst umfassende { Inklusion }. Drohungen und Täuschungen verletzen die Forderung nach { Zwangsfreiheit }. Kommunikatives Handeln ist auf { Verständigung } gerichtet. Eine begründete Übereinstimmung heißt { Konsens }. Die ideale Sprechsituation dient als regulative { Idee }. Machtungleichheiten können reale Diskurse { verzerren }.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
# [[Begriffskarte]]: Gestalte eine Karte mit den Begriffen Diskurs, Norm, Konsens, Inklusion und Argument.&lt;br /&gt;
# [[Diskursregeln]]: Formuliere fünf Regeln für ein faires Klassengespräch und begründe jede Regel kurz.&lt;br /&gt;
# [[Alltagsnorm]]: Wähle eine Schulregel und notiere, wer von ihr betroffen ist.&lt;br /&gt;
# [[Medienreflexion]]: Sieh eines der eingebetteten Videos und halte drei Kerngedanken sowie eine Rückfrage fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
# [[Mini-Diskurs]]: Führt in einer Gruppe einen strukturierten Diskurs über eine Smartphone-Regel und protokolliert Argumente sowie Einwände.&lt;br /&gt;
# [[Perspektivenmatrix]]: Analysiere einen Konflikt aus mindestens vier Betroffenenperspektiven und prüfe mögliche Nebenfolgen.&lt;br /&gt;
# [[Ethikvergleich]]: Vergleiche die Lösung eines Falles durch Pflichtethik, Utilitarismus und Diskursethik.&lt;br /&gt;
# [[Online-Debatte]]: Untersuche einen Kommentarverlauf auf Verständigungsorientierung, strategische Kommunikation und Ausschlüsse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
# [[KI-Ethik]]: Entwickle ein diskursethisch begründetes Regelwerk für den Einsatz generativer KI an einer Schule oder Hochschule.&lt;br /&gt;
# [[Machtkritik]]: Schreibe einen Essay darüber, ob formale Gleichheit reale Machtunterschiede im Diskurs ausgleichen kann.&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]: Recherchiere ein Bürgerforum und bewerte seine Verfahren anhand diskursethischer Kriterien.&lt;br /&gt;
# [[Podcast]]: Produziere ein Interview oder Streitgespräch zur Frage, ob ein vernünftiger Konsens in pluralistischen Gesellschaften möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Schulordnung]]: Eine Schule will Smartphones vollständig verbieten. Entwickle ein diskursethisches Prüfverfahren und begründe, welche Gruppen beteiligt werden müssen.&lt;br /&gt;
# [[Deepfake-Regel]]: Formuliere eine Norm zum Umgang mit Deepfakes. Prüfe sie mit D und U und benenne mögliche Nebenfolgen.&lt;br /&gt;
# [[Klimagerechtigkeit]]: Analysiere, wie Interessen heutiger und zukünftiger Betroffener in einem Diskurs vertreten werden können.&lt;br /&gt;
# [[Konsens oder Kompromiss]]: Unterscheide beide Begriffe an einem selbst gewählten Konflikt und bewerte die Legitimität des Ergebnisses.&lt;br /&gt;
# [[Diskursmacht]]: Zeige an einem Beispiel, wie Sprache, Status oder Zugang zu Wissen einen formal offenen Diskurs verzerren können.&lt;br /&gt;
# [[Theorienvergleich]]: Beurteile einen bioethischen Fall aus diskursethischer und utilitaristischer Sicht und erkläre die unterschiedlichen Maßstäbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Diskursprinzip]] und [[Universalisierungsgrundsatz]] korrekt erklären kannst.&lt;br /&gt;
# Betroffene, Interessen, Folgen und Nebenfolgen systematisch ermittelst.&lt;br /&gt;
# [[Kommunikatives Handeln]] von [[strategisches Handeln|strategischem Handeln]] unterscheidest.&lt;br /&gt;
# einen praktischen Diskurs planst, moderierst oder anhand transparenter Kriterien auswertest.&lt;br /&gt;
# Stärken und Einwände der Diskursethik auf einen neuen Fall überträgst.&lt;br /&gt;
# ein begründetes, revidierbares Urteil formulierst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kriterium&lt;br /&gt;
! Erwartung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Begriffsgenauigkeit&lt;br /&gt;
| Fachbegriffe werden korrekt und sinnvoll verwendet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Perspektivenvielfalt&lt;br /&gt;
| Betroffene und asymmetrische Folgen werden sichtbar.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Argumentationsqualität&lt;br /&gt;
| Gründe, Einwände und Antworten sind nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Machtkritik&lt;br /&gt;
| Ausschlüsse und Verzerrungen werden geprüft.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Transfer&lt;br /&gt;
| Prinzipien werden auf einen neuen Fall angewendet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Diskursethik &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Habermas Wikipedia: Jürgen Habermas]&lt;br /&gt;
# [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Otto_Apel Wikipedia: Karl-Otto Apel]&lt;br /&gt;
# [https://de.wikipedia.org/wiki/Deliberative_Demokratie Wikipedia: Deliberative Demokratie]&lt;br /&gt;
# [https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/diskurskultur-2023/541846/deliberative-demokratie-nach-der-digitalen-transformation/ Bundeszentrale für politische Bildung: Deliberative Demokratie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Verknüpfte Lernbereiche =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Diskursethik]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Ethik]]&lt;br /&gt;
# [[Moralphilosophie]]&lt;br /&gt;
# [[Kantische Ethik]]&lt;br /&gt;
# [[Kommunikatives Handeln]]&lt;br /&gt;
# [[Argumentation]]&lt;br /&gt;
# [[Kritische Theorie]]&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]&lt;br /&gt;
# [[KI-Ethik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moralphilosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskursethik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
{{MT}}&lt;/div&gt;</summary>
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