<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Demokratie_in_der_Weimarer_Republik_-_Deutschland</id>
	<title>Demokratie in der Weimarer Republik - Deutschland - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://staging.moocwiki.org/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Demokratie_in_der_Weimarer_Republik_-_Deutschland"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Demokratie_in_der_Weimarer_Republik_-_Deutschland&amp;action=history"/>
	<updated>2026-08-24T05:26:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.45.3</generator>
	<entry>
		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Demokratie_in_der_Weimarer_Republik_-_Deutschland&amp;diff=46804&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Demokratie_in_der_Weimarer_Republik_-_Deutschland&amp;diff=46804&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-08-22T17:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Demokratie in der Weimarer Republik - Deutschland =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Weimarer Republik]] war von 1919 bis 1933 der erste Versuch, in Deutschland dauerhaft eine parlamentarische Demokratie auf gesamtstaatlicher Ebene zu verwirklichen. Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende der Klassen 9 bis 13 und untersucht besonders drei Bereiche: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parteien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;politische Kultur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Du lernst nicht nur Daten und Namen kennen, sondern untersuchst auch, warum demokratische Institutionen zeitweise funktionierten, weshalb Kompromisse schwieriger wurden und wie antidemokratische Kräfte schließlich die Republik zerstören konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wahlrecht - Das Illustrierte Blatt - Januar 1919.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Titelblatt von Januar 1919 ruft Männer und Frauen zur Wahl auf. Es macht sichtbar, wie grundlegend sich politische Teilhabe nach dem Ende des Kaiserreichs verändert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=7WXxDy31Ygk   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] und der [[Novemberrevolution]] 1918 endete die Monarchie. Am 19. Januar 1919 wurde eine verfassunggebende [[Weimarer Nationalversammlung|Nationalversammlung]] gewählt. Zum ersten Mal konnten Frauen bei einer reichsweiten Wahl in Deutschland wählen und gewählt werden. 37 Frauen erhielten ein Mandat. Die Wahlbeteiligung war sehr hoch. SPD, Zentrum und DDP verfügten gemeinsam über eine deutliche Mehrheit und bildeten die sogenannte [[Weimarer Koalition]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Republik startete also keineswegs ohne demokratische Unterstützung. Gleichzeitig wirkten die Folgen des Weltkriegs, soziale Gegensätze, revolutionäre Konflikte, der [[Versailler Vertrag]], politische Gewalt und später schwere Wirtschaftskrisen auf das neue System ein. Entscheidend ist deshalb eine differenzierte Frage: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie stabil ist eine Demokratie, wenn demokratische Regeln bestehen, aber wichtige politische Gruppen, gesellschaftliche Milieus und Machtträger diese Regeln nur teilweise akzeptieren oder aktiv bekämpfen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wahl zur Nationalversammlung 1919.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Demokratischer Neubeginn 1918/19 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Ordnung beruhte auf einem für die Zeit weitreichenden Wahlrecht: Wahlen sollten allgemein, gleich, unmittelbar und geheim sein. Das Wahlalter wurde auf 20 Jahre gesenkt. Das aktive und passive [[Frauenwahlrecht]] war ein großer Schritt zur politischen Gleichberechtigung. Die ersten Parlamentarierinnen blieben zwar deutlich in der Minderheit, aber ihre Anwesenheit veränderte die politische Öffentlichkeit sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Damenwahl SPD-USPD 1919.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=gUNsGokjDPU   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nationalversammlung tagte zunächst in Weimar, weil die Lage in Berlin nach Revolution und politischen Kämpfen als zu unsicher galt. Sie erarbeitete die [[Weimarer Verfassung]], die am 11. August 1919 ausgefertigt wurde. Deutschland war nun eine Republik mit gewähltem Parlament, Grundrechten und einer föderalen Ordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Die Weimarer Verfassung: demokratisch und spannungsreich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung verband parlamentarische und plebiszitäre Elemente mit einem starken [[Reichspräsident|Reichspräsidenten]]. Der [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] wurde durch die Bevölkerung gewählt und beschloss Gesetze. Die Reichsregierung brauchte politische Unterstützung im Parlament. Zugleich erhielt der Reichspräsident weitreichende Kompetenzen. Er konnte den Reichskanzler ernennen und entlassen, den Reichstag auflösen und nach [[Artikel 48 (Weimarer Reichsverfassung)|Artikel 48]] in einer schweren Krise Notverordnungen erlassen. Der Reichstag konnte solche Maßnahmen grundsätzlich aufheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dt Reichsgesetzblatt 1919 152 1383 Ausriss Art 1.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Institution&lt;br /&gt;
! Demokratische Funktion&lt;br /&gt;
! Mögliches Spannungsfeld&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichstag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Vom Volk gewähltes Parlament; Gesetzgebung und politische Kontrolle&lt;br /&gt;
| Zersplitterte Mehrheiten konnten Koalitionsbildung erschweren&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsregierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Führte die Politik und war auf parlamentarische Unterstützung angewiesen&lt;br /&gt;
| Häufige Regierungswechsel schwächten Vertrauen in stabile Mehrheiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichspräsident&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Direkt gewähltes Staatsoberhaupt mit langer Amtszeit; Friedrich Ebert wurde zunächst noch von der Nationalversammlung gewählt&lt;br /&gt;
| Auflösung des Reichstags und Notverordnungsrecht konnten das Parlament zurückdrängen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Vertretung der Länder im Gesetzgebungsverfahren&lt;br /&gt;
| Schwächer als der frühere Bundesrat des Kaiserreichs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volksbegehren und Volksentscheid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Direkte Beteiligungsmöglichkeiten&lt;br /&gt;
| Konnten von politischen Lagern auch zur Mobilisierung gegen parlamentarische Kompromisse genutzt werden&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung allein erklärt weder die Erfolge noch das Scheitern der Republik. In mehreren Phasen arbeitete der Reichstag produktiv. Besonders problematisch wurde die Lage ab 1930, als [[Präsidialkabinett|Präsidialkabinette]] immer stärker mit Notverordnungen regierten und parlamentarische Mehrheiten an Bedeutung verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=D0CTE5mP1uo   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Parteien: Interessenvertretung und Haltung zur Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Parteiensystem war stark von gesellschaftlichen Milieus geprägt. Arbeiterbewegung, katholisches Milieu, liberales Bürgertum, konservative Eliten und nationalistische Bewegungen hatten eigene Organisationen, Zeitungen und politische Traditionen. Dadurch konnten viele Interessen im Parlament vertreten werden. Gleichzeitig erschwerte die starke Lagerbildung manchmal Kompromisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! Politische Grundrichtung&lt;br /&gt;
! Verhältnis zur Republik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[SPD]]&lt;br /&gt;
| Sozialdemokratisch; stark in der organisierten Arbeiterschaft&lt;br /&gt;
| Eine der wichtigsten Stützen der parlamentarischen Demokratie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zentrum]]&lt;br /&gt;
| Katholische, sozial breit zusammengesetzte Partei der politischen Mitte&lt;br /&gt;
| Meist republiktragend und an vielen Reichsregierungen beteiligt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]]&lt;br /&gt;
| Linksliberal, bürgerlich und republikanisch; ab 1930 Teil der Deutschen Staatspartei&lt;br /&gt;
| Deutlich demokratisch und an der Verfassungsgestaltung beteiligt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutsche Volkspartei|DVP]]&lt;br /&gt;
| Nationalliberal und wirtschaftsbürgerlich&lt;br /&gt;
| Anfangs skeptisch; unter Gustav Stresemann zunehmend pragmatisch in die Republik integriert, später wieder stärker nach rechts&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]&lt;br /&gt;
| Nationalkonservativ, monarchistisch und völkisch beeinflusst&lt;br /&gt;
| Grundsätzlich republikfeindlich, trotz zeitweiliger Regierungsbeteiligung; ab 1928 deutlich radikalisiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]&lt;br /&gt;
| Kommunistisch und revolutionär&lt;br /&gt;
| Lehnte die parlamentarische Republik als Endziel ab und strebte eine sozialistische Räteordnung an&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[NSDAP]]&lt;br /&gt;
| Völkisch, rassistisch, antisemitisch und nationalsozialistisch&lt;br /&gt;
| Bekämpfte die Demokratie und nutzte Wahlen zur Gewinnung von Macht, nicht zur dauerhaften Anerkennung parlamentarischer Regeln&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Deutsche Demokratische Partei beim Mittagsmahl. Nationalversammlung in Weimar.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=jiLwYwsOMX4   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Opposition in einer Demokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Opposition gegen die Demokratie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Demokratische Opposition akzeptiert, dass politische Gegner ebenfalls legitime Rechte besitzen und dass Macht nach Wahlen wechseln kann. Antidemokratische Parteien konnten dagegen Parlamente nutzen, obwohl sie die parlamentarische Ordnung selbst beseitigen wollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Wahlen und Wahlrecht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reichstag wurde nach einem weitgehend proportionalen [[Verhältniswahl|Verhältniswahlrecht]] gewählt. Für etwa 60.000 Stimmen konnte eine Partei ein Mandat erhalten; eine Fünf-Prozent-Hürde wie in der heutigen Bundesrepublik gab es nicht. Dadurch wurden politische Strömungen sehr genau im Parlament abgebildet. Gleichzeitig konnten viele kleine Parteien einziehen. Das erschwerte teilweise die Bildung stabiler Mehrheiten. Das Wahlrecht war jedoch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht allein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für die Krise verantwortlich: Auch soziale Spaltungen, politische Entscheidungen, Wirtschaftskrisen und die wachsende Ablehnung demokratischer Kompromisse waren entscheidend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballot cards Weimar National Assembly 1919.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Wahl&lt;br /&gt;
! Ausgewählte Ergebnisse&lt;br /&gt;
! Politische Bedeutung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nationalversammlung 1919&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| SPD 37,9 %; Zentrum 19,7 %; DDP 18,6 %&lt;br /&gt;
| Die demokratische Weimarer Koalition verfügte über eine klare Mehrheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichstag 1928&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| SPD 29,8 %; KPD 10,6 %; NSDAP 2,6 %&lt;br /&gt;
| Die NSDAP war noch eine kleine Partei; eine parlamentarische Große Koalition wurde möglich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichstag 1930&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| SPD 24,5 %; NSDAP 18,3 %; KPD 13,1 %&lt;br /&gt;
| Deutlicher Durchbruch der NSDAP in der Weltwirtschaftskrise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichstag Juli 1932&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| NSDAP 37,3 %; SPD 21,6 %; KPD 14,3 %&lt;br /&gt;
| Die NSDAP wurde stärkste Partei, erreichte aber keine absolute Mehrheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichstag November 1932&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| NSDAP 33,1 %; SPD 20,4 %; KPD 16,9 %&lt;br /&gt;
| Die NSDAP verlor Stimmen, blieb aber stärkste Partei; eine stabile parlamentarische Mehrheit fehlte weiterhin&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichstagswahl Juli 1932.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung zeigt, dass Wählerverhalten veränderbar war. 1928 erreichte die NSDAP nur 2,6 Prozent, 1930 bereits 18,3 Prozent und im Juli 1932 37,3 Prozent. Die [[Weltwirtschaftskrise]] ab 1929 mit Massenarbeitslosigkeit, Existenzangst und politischer Verunsicherung trug stark zur Radikalisierung bei. Trotzdem war ein Wahlerfolg der NSDAP nicht automatisch gleichbedeutend mit einer absoluten Mehrheit oder einer demokratischen Wahl Hitlers zum Reichskanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Politische Kultur: Öffentlichkeit, Kompromiss und Konflikt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Politische Kultur]] meint Einstellungen, Erwartungen und Verhaltensweisen, mit denen Menschen Politik wahrnehmen und gestalten. In der Weimarer Republik gab es eine lebendige Öffentlichkeit: Parteien organisierten Versammlungen, Wahlkämpfe, Zeitungen, Kundgebungen und politische Vereine. Moderne [[Propaganda]], Plakate, Fotografie, Film und zunehmend der Rundfunk veränderten politische Kommunikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-P046288, Berlin, Wahlplakate an einer Litfaßsäule.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig war die Öffentlichkeit stark polarisiert. Viele Zeitungen waren politischen Lagern verbunden. Gegner wurden häufig nicht als legitime Konkurrenz, sondern als Gefahr oder Feind dargestellt. Nationalistische Hetze, [[Antisemitismus]], antikommunistische Feindbilder und revolutionäre Rhetorik verschärften die Gegensätze. Kompromiss galt in Teilen der Gesellschaft weniger als demokratische Leistung denn als Schwäche oder Verrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=yCXIOooJRNQ   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Demokratische Verteidigung und politische Gewalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Republik hatte engagierte Verteidiger. Das 1924 gegründete [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]] war ein überparteilich gedachtes, in der Praxis stark sozialdemokratisch geprägtes Bündnis zum Schutz der Republik. Auch Verfassungsfeiern, demokratische Jugend- und Bildungsarbeit sowie zivilgesellschaftliche Organisationen zeigten, dass die Demokratie gesellschaftliche Anhänger hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-00331, Berlin, Aufmarsch des Reichsbanners.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben prägten bewaffnete oder uniformierte Verbände die politische Kultur. Zur extremen Rechten gehörten unter anderem SA und Stahlhelm, zur kommunistischen Bewegung der Rotfrontkämpferbund. Das Reichsbanner stand dagegen auf republikanischer Seite. Die zunehmende Militarisierung politischer Auseinandersetzungen, Straßenschlachten, politische Morde und Einschüchterungen belasteten demokratische Regeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Three Arrows election poster of the Social Democratic Party of Germany, 1932 - Gegen Papen, Hitler, Thälmann.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das SPD-Plakat von 1932 mit den drei Pfeilen zeigt demokratische Abwehrpropaganda gegen autoritäre Rechte, Nationalsozialismus und Kommunismus. Solche Quellen solltest Du nicht nur nach ihrem Text, sondern auch nach Bildsprache, Zielgruppe, Feindbildern und historischer Situation untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Von der parlamentarischen Krise zur Zerstörung der Demokratie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1930 verschob sich die politische Praxis. Die Regierungen Brüning, Papen und Schleicher verfügten nicht über stabile parlamentarische Mehrheiten und stützten sich zunehmend auf Reichspräsident Paul von Hindenburg, Reichstagsauflösungen und Notverordnungen. Dadurch wurde das Parlament geschwächt, obwohl die Verfassung formal weiterbestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1978-096-03, Mecklenburg, Wahlpropaganda der NSDAP.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Januar 1933 ernannte Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Hitler wurde also nicht direkt vom Volk zum Regierungschef gewählt. Konservative Eliten um Hindenburg und Franz von Papen glaubten, eine Regierung unter Hitler kontrollieren zu können. Nach der Ernennung beseitigten die Nationalsozialisten in kurzer Zeit demokratische Freiheitsrechte, verfolgten politische Gegner und schalteten staatliche und gesellschaftliche Institutionen gleich. Die Reichstagswahl vom 5. März 1933 fand bereits unter massiver Repression und Gewalt statt und ist deshalb nicht mit den freien Wahlen der Republik gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Historische Deutung: Warum scheiterte die Demokratie? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ende der Weimarer Republik lässt sich nicht mit einer einzigen Ursache erklären. Auch die Vorstellung einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Demokratie ohne Demokraten“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist zu pauschal, weil es Millionen demokratisch engagierter Menschen, republiktreue Parteien und funktionierende parlamentarische Phasen gab. Für eine gute historische Erklärung musst Du mehrere Ebenen verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Ebene&lt;br /&gt;
! Beispiele&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Institutionen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Starker Reichspräsident, Artikel 48, häufige Reichstagsauflösungen, schwierige Mehrheitsbildung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parteien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Zersplitterung, Polarisierung, sinkende Kompromissbereitschaft, starke republikfeindliche Parteien&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Soziale Milieus, Kriegsfolgen, politische Feindbilder, Antisemitismus, teilweise geringe Akzeptanz pluralistischer Konflikte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Inflation 1923 und besonders Weltwirtschaftskrise ab 1929 mit Massenarbeitslosigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Politische Entscheidungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Präsidialregierungen, Entmachtung des Parlaments, konservative Machtstrategien und Ernennung Hitlers&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gewalt und Propaganda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Straßenkämpfe, paramilitärische Verbände, Einschüchterung und moderne Massenmobilisierung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zentrale historische Erkenntnis lautet deshalb: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Demokratie ist mehr als eine Verfassung und mehr als Wahlen.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sie braucht Institutionen, die funktionieren, Parteien, die Regeln akzeptieren, Bürgerinnen und Bürger, die politische Gegner als legitim anerkennen, Schutz vor Gewalt sowie eine politische Kultur, in der Kompromisse möglich bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Neuerung kennzeichnete die Wahl zur Nationalversammlung 1919 besonders?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Frauen konnten reichsweit wählen und gewählt werden)&lt;br /&gt;
(!Nur ehemalige Soldaten durften wählen)&lt;br /&gt;
(!Das Wahlalter wurde auf 30 Jahre erhöht)&lt;br /&gt;
(!Parteien waren bei der Wahl nicht zugelassen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nach welchem Grundprinzip wurde der Reichstag gewählt?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Verhältniswahl)&lt;br /&gt;
(!Erbfolge)&lt;br /&gt;
(!Losverfahren)&lt;br /&gt;
(!Reines Mehrheitswahlrecht in Einzelwahlkreisen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Befugnis verband sich besonders mit Artikel 48 der Weimarer Verfassung?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Notverordnungen des Reichspräsidenten in Krisen)&lt;br /&gt;
(!Abschaffung aller Parteien durch den Reichstag)&lt;br /&gt;
(!Ernennung der Abgeordneten durch Gerichte)&lt;br /&gt;
(!Automatische Verlängerung jeder Regierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Parteien bildeten 1919 die Weimarer Koalition?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(SPD Zentrum und DDP)&lt;br /&gt;
(!KPD DNVP und NSDAP)&lt;br /&gt;
(!DVP KPD und NSDAP)&lt;br /&gt;
(!DNVP DVP und KPD)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Aussage beschreibt die DVP in der Weimarer Republik am besten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie war anfangs republikskeptisch und wurde unter Stresemann zeitweise stärker in die Republik integriert)&lt;br /&gt;
(!Sie war durchgehend eine kommunistische Partei)&lt;br /&gt;
(!Sie lehnte jede Regierungsbeteiligung grundsätzlich ab)&lt;br /&gt;
(!Sie war identisch mit der NSDAP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie hoch war der Stimmenanteil der NSDAP bei der Reichstagswahl 1928 ungefähr?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(2,6 Prozent)&lt;br /&gt;
(!18,3 Prozent)&lt;br /&gt;
(!37,3 Prozent)&lt;br /&gt;
(!43,9 Prozent)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was geschah bei der Reichstagswahl 1930?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die NSDAP stieg mit 18,3 Prozent stark auf)&lt;br /&gt;
(!Die NSDAP verschwand aus dem Reichstag)&lt;br /&gt;
(!Die SPD erhielt eine absolute Mehrheit)&lt;br /&gt;
(!Es durften nur zwei Parteien antreten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Partei wurde im Juli 1932 stärkste Reichstagspartei?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(NSDAP)&lt;br /&gt;
(!DDP)&lt;br /&gt;
(!DVP)&lt;br /&gt;
(!BVP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Funktion hatte das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold vor allem?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Es sollte die Republik gegen ihre Gegner verteidigen)&lt;br /&gt;
(!Es sollte die Monarchie wieder einführen)&lt;br /&gt;
(!Es war der bewaffnete Verband der KPD)&lt;br /&gt;
(!Es war die Jugendorganisation der NSDAP)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum ist die Formel Demokratie ohne Demokraten als Erklärung zu einfach?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Weil es viele aktive Verteidiger der Republik und funktionierende demokratische Phasen gab)&lt;br /&gt;
(!Weil in Weimar überhaupt keine Wahlen stattfanden)&lt;br /&gt;
(!Weil alle Parteien die Republik gleichermaßen unterstützten)&lt;br /&gt;
(!Weil wirtschaftliche Krisen keine politische Wirkung hatten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weimarer Koalition || SPD Zentrum DDP&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Artikel 48 || Notverordnungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verhältniswahl || proportionale Sitzverteilung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold || republikanischer Schutzverband&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| NSDAP || antidemokratische völkische Partei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Frauenwahlrecht || politische Gleichberechtigung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsidialkabinette || Regieren ohne stabile Parlamentsmehrheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weltwirtschaftskrise || politische Radikalisierung&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SPD&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Republikstütze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;NSDAP&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Demokratiefeind&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsbanner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Demokratieschutz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;SA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Straßenkampf&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verhältniswahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Proportionalität&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Weimar || In welcher Stadt trat 1919 die verfassunggebende Nationalversammlung zusammen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reichstag || Wie hieß das zentrale gewählte Parlament der Republik?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ebert || Wie hieß der erste Reichspräsident mit Nachnamen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zentrum || Welche katholisch geprägte Partei gehörte zur Weimarer Koalition?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stresemann || Welcher DVP-Politiker steht besonders für die politische Stabilisierung der mittleren 1920er-Jahre?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reichsbanner || Wie hieß der republikanische Schutzverband Schwarz-Rot-Gold mit einem Wort?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Demokratie+in+der+Weimarer+Republik+Deutschland &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Die Verfassung von 1919 machte Deutschland zu einer parlamentarischen { Republik }.&lt;br /&gt;
Der Reichstag wurde nach dem Prinzip der { Verhältniswahl } gewählt.&lt;br /&gt;
Bei der Wahl von 1919 konnten erstmals reichsweit auch { Frauen } wählen und gewählt werden.&lt;br /&gt;
Die demokratische Mehrheit aus SPD, Zentrum und DDP wird als Weimarer { Koalition } bezeichnet.&lt;br /&gt;
Der Reichspräsident konnte in Krisen nach Artikel 48 sogenannte { Notverordnungen } erlassen.&lt;br /&gt;
Die SPD gehörte zu den wichtigsten parlamentarischen Stützen der { Demokratie }.&lt;br /&gt;
Die NSDAP lehnte die parlamentarische Ordnung grundsätzlich { ab }.&lt;br /&gt;
Bei der Reichstagswahl 1928 war die NSDAP noch eine kleine { Partei }.&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise verstärkte ab 1929 soziale Not und politische { Radikalisierung }.&lt;br /&gt;
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold verstand sich als Schutzorganisation der { Republik }.&lt;br /&gt;
Ab 1930 regierten mehrere Kabinette ohne stabile parlamentarische { Mehrheit }.&lt;br /&gt;
Adolf Hitler wurde 1933 von Reichspräsident Hindenburg zum { Reichskanzler } ernannt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
# [[Wahlplakate der Weimarer Republik|Wahlplakat untersuchen]]: Wähle eines der eingebundenen Wahlplakate aus und beschreibe Motiv, Text, Farben, Zielgruppe und vermutete Wirkung in einer kurzen Quellenanalyse.&lt;br /&gt;
# [[Parteien der Weimarer Republik|Parteien-Steckbrief]]: Gestalte einen übersichtlichen Steckbrief zu SPD, Zentrum, DDP, DVP, DNVP, KPD oder NSDAP und kennzeichne besonders die Haltung zur Republik.&lt;br /&gt;
# [[Frauenwahlrecht|Demokratischer Fortschritt]]: Erstelle eine Infografik, die erklärt, was sich 1918/19 durch das Frauenwahlrecht veränderte und welche Grenzen politischer Gleichberechtigung trotzdem blieben.&lt;br /&gt;
# [[Verhältniswahl|Wahlrecht erklären]]: Erkläre in einem eigenen Schaubild, wie Verhältniswahl funktioniert und warum sie sowohl Repräsentation fördern als auch Mehrheitsbildung erschweren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahlen in der Weimarer Republik|Wahlvergleich]]: Vergleiche die Wahlergebnisse von 1919, 1928, 1930 und 1932 und formuliere drei begründete Aussagen über Veränderungen im Parteiensystem.&lt;br /&gt;
# [[Politische Kultur|Podcast zur politischen Kultur]]: Produziere einen fünf- bis achtminütigen Audio-Beitrag darüber, wie Zeitungen, Plakate, Kundgebungen und politische Gewalt die Demokratie beeinflussten.&lt;br /&gt;
# [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold|Demokratie verteidigen]]: Recherchiere zum Reichsbanner und erstelle ein digitales Ausstellungsplakat über Ziele, Anhängerschaft und Formen republikanischer Selbstverteidigung.&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Republik vor Ort|Lokale Spurensuche]]: Untersuche in einem Stadtarchiv, Museum oder seriösen Online-Archiv, wie Parteien und Wahlen der Weimarer Zeit in Deiner Region sichtbar wurden, und dokumentiere mindestens zwei Quellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
# [[Artikel 48 (Weimarer Reichsverfassung)|Verfassungsurteil]]: Verfasse ein historisches Gutachten dazu, ob Artikel 48 eher notwendiges Kriseninstrument oder Gefahr für den Parlamentarismus war, und belege beide Seiten.&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Verfassung und Grundgesetz|Verfassungsvergleich]]: Vergleiche Weimarer Verfassung und Grundgesetz in den Bereichen Staatsoberhaupt, Regierungsstabilität, Grundrechte und Parteienordnung und begründe, welche Lehren erkennbar sind.&lt;br /&gt;
# [[Propaganda|Propaganda-Analyse]]: Vergleiche ein demokratisches und ein antidemokratisches Wahlplakat aus der Weimarer Republik hinsichtlich Bildsprache, Feindbildern, Emotionen und politischem Ziel.&lt;br /&gt;
# [[Scheitern der Weimarer Republik|Mehrfaktor-Erklärung]]: Entwickle ein Erklärvideo oder eine digitale Concept-Map, in der mindestens fünf Ursachenebenen miteinander verbunden werden, ohne das Scheitern als zwangsläufig darzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Demokratische Stabilität|Stabilität erklären]]: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum demokratische Institutionen allein nicht ausreichen, wenn politische Akteure die Grundregeln des Systems nicht akzeptieren.&lt;br /&gt;
# [[Wahlrecht und Parteiensystem|Wahlrecht beurteilen]]: Beurteile die Aussage „Das Verhältniswahlrecht war schuld am Scheitern der Weimarer Republik“ und entwickle eine differenzierte Gegen- oder Zustimmungsthese.&lt;br /&gt;
# [[Krise und Radikalisierung|Krisendynamik übertragen]]: Zeige anhand der Jahre 1928 bis 1932, wie wirtschaftliche, soziale und politische Krisen sich gegenseitig verstärken konnten.&lt;br /&gt;
# [[Politische Opposition|Opposition unterscheiden]]: Entwickle Kriterien, mit denen sich demokratische Opposition von Opposition gegen die Demokratie unterscheiden lässt, und wende sie auf zwei Weimarer Parteien an.&lt;br /&gt;
# [[Politische Kommunikation|Quellenkritik anwenden]]: Analysiere ein unbekanntes Wahlplakat aus der Weimarer Zeit und erkläre, welche Informationen die Quelle über politische Kultur liefert und welche nicht.&lt;br /&gt;
# [[Demokratiegeschichte|Historisches Urteil]]: Nimm begründet Stellung zur These, die Zerstörung der Weimarer Demokratie sei weder unvermeidlich noch nur das Ergebnis von Wahlerfolgen der NSDAP gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Zusammenhänge erklären und historische Quellen kritisch nutzen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Verfassung|Verfassungsverständnis]]: Du kannst die Rollen von Reichstag, Reichsregierung und Reichspräsident erklären und Spannungsfelder benennen.&lt;br /&gt;
# [[Parteien der Weimarer Republik|Parteienkompetenz]]: Du kannst wichtige Parteien politisch einordnen und zwischen republiktragenden, schwankenden und republikfeindlichen Kräften unterscheiden.&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahlen|Wahlanalyse]]: Du kannst zentrale Wahlergebnisse von 1919 bis 1932 vergleichen und Veränderungen begründet deuten.&lt;br /&gt;
# [[Politische Kultur|Kultur und Öffentlichkeit]]: Du kannst erklären, wie politische Milieus, Medien, Propaganda, Gewalt und demokratisches Engagement die Republik prägten.&lt;br /&gt;
# [[Frauenwahlrecht|Partizipation]]: Du kannst die Erweiterung demokratischer Teilhabe 1918/19 beschreiben und zugleich verbleibende Ungleichheiten berücksichtigen.&lt;br /&gt;
# [[Scheitern der Weimarer Republik|Mehrperspektivität]]: Du kannst das Ende der Republik mit mehreren Ursachen erklären und vereinfachende Ein-Ursachen-Deutungen kritisch prüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Republik &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Verknüpfte Lernbereiche =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Demokratiegeschichte der Weimarer Republik verbindet Verfassungs-, Parteien-, Wahl-, Sozial- und Kulturgeschichte. Besonders wichtig ist das Zusammenspiel von Institutionen, politischem Verhalten und gesellschaftlichen Krisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Demokratie in der Weimarer Republik - Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Verfassung]]&lt;br /&gt;
# [[Reichstag (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
# [[Parteien der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahlen in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
# [[Frauenwahlrecht]]&lt;br /&gt;
# [[Politische Kultur]]&lt;br /&gt;
# [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]]&lt;br /&gt;
# [[Präsidialkabinett]]&lt;br /&gt;
# [[Weltwirtschaftskrise]]&lt;br /&gt;
# [[Scheitern der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 9-10]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
{{MT}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Glanz</name></author>
	</entry>
</feed>