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	<title>Das Prinzip von Le Chatelier - Chemie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-28T01:16:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Das_Prinzip_von_Le_Chatelier_-_Chemie&amp;diff=40875&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
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		<updated>2026-07-27T12:38:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Das Prinzip von Le Chatelier - Chemie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prinzip von Le Chatelier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hilft Dir vorherzusagen, wie ein System im [[Chemisches Gleichgewicht|chemischen Gleichgewicht]] auf eine Änderung seiner Bedingungen reagiert. Es wird auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prinzip vom kleinsten Zwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Le-Chatelier-Braun-Prinzip&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinfacht lautet die Regel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wird ein System im Gleichgewicht gestört, stellt sich ein neues Gleichgewicht ein, das der Störung entgegenwirkt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das System handelt dabei nicht absichtlich. Die Formulierung ist eine anschauliche Kurzregel für die Veränderung der Gleichgewichtszusammensetzung. Sie erlaubt vor allem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;qualitative Vorhersagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Du kannst meist sagen, in welche Richtung sich das Gleichgewicht verschiebt, aber nicht direkt berechnen, wie groß die Verschiebung ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lechatelier.jpg|350px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Henry Le Chatelier gab dem Prinzip seinen Namen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=hjh4VQjfI3Y   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lernziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem aiMOOC kannst Du&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Chemisches Gleichgewicht|dynamische Gleichgewichte]] erklären,&lt;br /&gt;
# die Wirkung von Konzentration, Druck und Temperatur vorhersagen,&lt;br /&gt;
# den Einfluss eines [[Katalysator|Katalysators]] richtig einordnen,&lt;br /&gt;
# das Prinzip auf Experimente und industrielle Prozesse übertragen,&lt;br /&gt;
# einfache Aussagen mit dem [[Massenwirkungsgesetz]] und dem Reaktionsquotienten begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Grundlagen: Das chemische Gleichgewicht =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele chemische Reaktionen sind umkehrbar. Dann laufen Hinreaktion und Rückreaktion gleichzeitig ab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{A + B \rightleftharpoons C + D}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn kann die Hinreaktion schneller sein, weil viele Eduktteilchen vorhanden sind. Mit zunehmender Produktmenge wird die Rückreaktion stärker. Im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dynamischen Gleichgewicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind beide Reaktionsgeschwindigkeiten gleich groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;v_\mathrm{Hin}=v_\mathrm{Rück}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktionen laufen weiter, aber die Konzentrationen der beteiligten Stoffe bleiben im Mittel konstant. Ein chemisches Gleichgewicht ist deshalb &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;dynamisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und nicht statisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Equilibrio quimico.gif|420px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=BS_giyNTkzI   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Gleichgewichtslage und Gleichgewichtskonstante ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichgewichtslage&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beschreibt, welche Stoffe im Gleichgewicht in größeren oder kleineren Anteilen vorliegen. Sie kann durch Änderungen der Bedingungen verschoben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gleichgewichtskonstante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; gehört dagegen zu einer festgelegten Reaktionsgleichung und einer bestimmten Temperatur. Bei konstanter Temperatur ändern Konzentrations- oder Druckänderungen den Wert von &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; nicht. Das System passt seine Zusammensetzung so an, dass die Gleichgewichtsbedingung wieder erfüllt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{aA+bB \rightleftharpoons cC+dD}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gilt in vereinfachter Form:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;K_\mathrm{c}=\frac{c(\mathrm{C})^c\cdot c(\mathrm{D})^d}{c(\mathrm{A})^a\cdot c(\mathrm{B})^b}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stöchiometrischen Koeffizienten stehen als Exponenten im Ausdruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Der Reaktionsquotient als Entscheidungshilfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reaktionsquotient&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;lt;/math&amp;gt; hat denselben Aufbau wie &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;, wird aber mit den gerade vorliegenden Konzentrationen oder Partialdrücken berechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Bei &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;amp;lt;K&amp;lt;/math&amp;gt; läuft bevorzugt die Hinreaktion.&lt;br /&gt;
# Bei &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; läuft bevorzugt die Rückreaktion.&lt;br /&gt;
# Bei &amp;lt;math&amp;gt;Q=K&amp;lt;/math&amp;gt; liegt Gleichgewicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit lässt sich das Prinzip von Le Chatelier mathematisch präzisieren: Nach einer Störung ändern sich die Größen im Ausdruck für &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Reaktion läuft anschließend in die Richtung, durch die wieder &amp;lt;math&amp;gt;Q=K&amp;lt;/math&amp;gt; erreicht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=bev7-jpBpFg   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Die drei wichtigsten Zwänge =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Änderung der Konzentration ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird die Konzentration eines beteiligten Stoffes verändert, reagiert das System so, dass ein Teil dieser Veränderung ausgeglichen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Eingriff&lt;br /&gt;
! Bevorzugte Reaktionsrichtung&lt;br /&gt;
! Begründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Edukt zugeben&lt;br /&gt;
| Richtung Produkte&lt;br /&gt;
| Ein Teil des zugegebenen Edukts wird verbraucht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Edukt entfernen&lt;br /&gt;
| Richtung Edukte&lt;br /&gt;
| Das entfernte Edukt wird teilweise nachgebildet.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Produkt zugeben&lt;br /&gt;
| Richtung Edukte&lt;br /&gt;
| Ein Teil des zugegebenen Produkts wird verbraucht.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Produkt entfernen&lt;br /&gt;
| Richtung Produkte&lt;br /&gt;
| Das entfernte Produkt wird teilweise nachgebildet.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verschiebung ist nicht mit einer vollständigen Umsetzung gleichzusetzen. Nach der Reaktion stellt sich ein neues dynamisches Gleichgewicht ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Beispiel: Chromat-Dichromat-Gleichgewicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\,CrO_4^{2-}+2\,H^+ \rightleftharpoons Cr_2O_7^{2-}+H_2O}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chromat-Ionen erscheinen gelb, Dichromat-Ionen orange. Eine Erhöhung der Konzentration von &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{H^+}&amp;lt;/math&amp;gt; begünstigt die orange Dichromat-Seite. Werden Protonen durch Zugabe einer Base gebunden, wird die gelbe Chromat-Seite begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Chromate dichromate equilibrium.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheit:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Verbindungen des sechswertigen Chroms sind stark gesundheitsgefährdend. Das Beispiel eignet sich nur als Lehrerdemonstration unter geeigneten Schutzmaßnahmen oder als Video- beziehungsweise Bildauswertung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Beispiel: Cobalt-Komplexgleichgewicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{[Co(H_2O)_6]^{2+}+4\,Cl^- \rightleftharpoons [CoCl_4]^{2-}+6\,H_2O}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hexaaquacobalt-Komplex ist rosa, der Tetrachlorocobaltat-Komplex blau. Eine erhöhte Chlorid-Ionen-Konzentration begünstigt die blaue Seite. Durch Zugabe von Wasser wird die rosa Seite begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cobalt chloride equilibrium.JPG|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheit:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Cobaltsalze sind gesundheitsschädlich und umweltgefährlich. Versuche gehören in die fachkundige Hand der Lehrkraft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Änderung von Druck und Volumen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Druckänderung ist besonders bei Gasgleichgewichten wichtig. Wird das Volumen verkleinert, steigt der Druck. Das Gleichgewicht verschiebt sich dann zur Seite mit der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geringeren Anzahl gasförmiger Teilchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Bei einer Volumenvergrößerung wird die Seite mit mehr Gasteilchen begünstigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind auf beiden Seiten gleich viele Gasteilchen vorhanden, führt eine reine Druckänderung durch Volumenänderung zu keiner Verschiebung der Gleichgewichtslage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Beispiel: Stickstoffdioxid und Distickstofftetraoxid ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\,NO_2(g) \rightleftharpoons N_2O_4(g)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links stehen zwei Gasteilchen, rechts eines. Eine Druckerhöhung durch Volumenverkleinerung begünstigt deshalb &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{N_2O_4}&amp;lt;/math&amp;gt;. Eine Drucksenkung begünstigt &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{NO_2}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{NO_2}&amp;lt;/math&amp;gt; ist braun, &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{N_2O_4}&amp;lt;/math&amp;gt; ist nahezu farblos. Die Gleichgewichtsverschiebung kann dadurch sichtbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NO2-N2O4.jpg|420px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=yv_TDn6Tbk0   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sicherheit:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Stickstoffdioxid ist giftig. Das System darf in der Schule nur in geschlossenen, geeigneten Apparaturen von Fachpersonal gezeigt oder über Medien ausgewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Alltagsbeispiel: Sprudelwasser ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer geschlossenen Flasche steht gelöstes Kohlenstoffdioxid mit gasförmigem Kohlenstoffdioxid im Zusammenhang:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{CO_2(g) \rightleftharpoons CO_2(aq)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter erhöhtem Druck kann mehr Kohlenstoffdioxid gelöst bleiben. Beim Öffnen sinkt der Druck über der Flüssigkeit. Das Gleichgewicht wird in Richtung Gasphase verschoben, und Bläschen steigen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Soda bubbles macro.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Änderung der Temperatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wärme kann bei der Anwendung des Prinzips wie ein Reaktionspartner betrachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;exothermen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hinreaktion wird Wärme frei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Edukte \rightleftharpoons Produkte + Wärme}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Temperaturerhöhung begünstigt dann die endotherme Rückrichtung. Eine Temperatursenkung begünstigt die exotherme Hinrichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;endothermen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hinreaktion wird Wärme aufgenommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{Edukte + Wärme \rightleftharpoons Produkte}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Temperaturerhöhung begünstigt dann die Hinreaktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Temperatur besitzt eine Sonderstellung: Eine Temperaturänderung verändert nicht nur die Gleichgewichtslage, sondern auch den Wert der Gleichgewichtskonstante &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Temperaturabhängigkeit des NO2-N2O4-Gleichgewichts ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimerisierung von Stickstoffdioxid zu Distickstofftetraoxid ist exotherm:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{2\,NO_2(g) \rightleftharpoons N_2O_4(g)+Wärme}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erwärmen wird die endotherme Richtung zu braunem &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{NO_2}&amp;lt;/math&amp;gt; begünstigt. Beim Abkühlen wird mehr nahezu farbloses &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{N_2O_4}&amp;lt;/math&amp;gt; gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NO2 N2O4 evenwicht.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=wzH0NbLn6S0   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Der Katalysator: schneller, aber nicht anders =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Katalysator]] senkt die Aktivierungsenergie eines Reaktionswegs. Dadurch werden Hin- und Rückreaktion beschleunigt. Das Gleichgewicht wird schneller erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Katalysator&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# verändert die Gleichgewichtslage nicht,&lt;br /&gt;
# verändert die Gleichgewichtskonstante nicht,&lt;br /&gt;
# erhöht nicht die Gleichgewichtsausbeute,&lt;br /&gt;
# verkürzt nur die Zeit bis zur Einstellung des Gleichgewichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Potential energy diagram for ammonia synthesis.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufige Aussage „Ein Katalysator verschiebt das Gleichgewicht“ ist daher falsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Übersicht: So reagiert ein Gleichgewichtssystem =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Veränderung&lt;br /&gt;
! Bevorzugte Richtung&lt;br /&gt;
! Ändert sich K?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Eduktkonzentration erhöhen&lt;br /&gt;
| Zu den Produkten&lt;br /&gt;
| Nein, solange die Temperatur gleich bleibt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Produktkonzentration erhöhen&lt;br /&gt;
| Zu den Edukten&lt;br /&gt;
| Nein, solange die Temperatur gleich bleibt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Produkt entfernen&lt;br /&gt;
| Zu den Produkten&lt;br /&gt;
| Nein, solange die Temperatur gleich bleibt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Druck erhöhen durch Volumenverkleinerung&lt;br /&gt;
| Zur Seite mit weniger Gasteilchen&lt;br /&gt;
| Nein, solange die Temperatur gleich bleibt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Temperatur erhöhen&lt;br /&gt;
| In die endotherme Richtung&lt;br /&gt;
| Ja&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Katalysator zugeben&lt;br /&gt;
| Keine Verschiebung&lt;br /&gt;
| Nein&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Industrielle Anwendung: Haber-Bosch-Verfahren =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ammoniaksynthese reagieren Stickstoff und Wasserstoff:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{N_2(g)+3\,H_2(g)\rightleftharpoons 2\,NH_3(g)}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hinreaktion ist exotherm:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\Delta H&amp;amp;lt;0&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip von Le Chatelier liefert wichtige Vorhersagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Hoher Druck begünstigt Ammoniak, weil aus vier Gasteilchen zwei Gasteilchen werden.&lt;br /&gt;
# Eine niedrigere Temperatur begünstigt thermodynamisch die exotherme Ammoniakbildung.&lt;br /&gt;
# Eine zu niedrige Temperatur würde die Reaktion jedoch stark verlangsamen.&lt;br /&gt;
# Ein eisenbasierter Katalysator beschleunigt die Einstellung des Gleichgewichts, ohne dessen Lage zu verändern.&lt;br /&gt;
# Durch Abtrennung von Ammoniak wird weiteres Produkt nachgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Industrie wird daher ein Kompromiss zwischen günstiger Gleichgewichtslage, ausreichender Reaktionsgeschwindigkeit, Energieaufwand und Anlagensicherheit gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Haber-Bosch.svg|600px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ammoniak Reaktor BASF.jpg|450px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=XqUKerKXsAY   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Mathematische Vertiefung zur Ammoniaksynthese ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Reaktion&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{N_2+3\,H_2\rightleftharpoons 2\,NH_3}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
lautet ein vereinfachter Konzentrationsausdruck:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;K_\mathrm{c}=\frac{c(\mathrm{NH_3})^2}{c(\mathrm{N_2})\cdot c(\mathrm{H_2})^3}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird Wasserstoff zugegeben, vergrößert sich zunächst der Nenner des Reaktionsquotienten &amp;lt;math&amp;gt;Q_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;. Dadurch gilt unmittelbar nach der Zugabe &amp;lt;math&amp;gt;Q_\mathrm{c}&amp;amp;lt;K_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Hinreaktion läuft bevorzugt ab, bis wieder &amp;lt;math&amp;gt;Q_\mathrm{c}=K_\mathrm{c}&amp;lt;/math&amp;gt; erreicht ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Grenzen und typische Fehler =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Prinzip ist eine qualitative Regel. Für genaue Stoffmengen, Konzentrationen oder Ausbeuten sind Gleichgewichtsrechnungen erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Fehler sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehr Druck bedeutet immer mehr Produkt.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richtig ist: Entscheidend ist die Zahl der gasförmigen Teilchen auf beiden Seiten.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein Katalysator erhöht die Ausbeute.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richtig ist: Er beschleunigt nur das Erreichen des Gleichgewichts.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konzentrationsänderungen verändern K.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richtig ist: Bei konstanter Temperatur bleibt K gleich.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ein Gleichgewicht bedeutet Stillstand.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richtig ist: Hin- und Rückreaktion laufen gleich schnell weiter.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das Prinzip sagt den Reaktionsweg voraus.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Richtig ist: Es beschreibt die Gleichgewichtsverschiebung, nicht den detaillierten Mechanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine fortgeschrittene Ausnahme betrifft inerte Gase: Bei Zugabe eines Inertgases bei konstantem Volumen bleiben die Partialdrücke der reagierenden Gase unverändert, sodass keine Gleichgewichtsverschiebung entsteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was kennzeichnet ein dynamisches chemisches Gleichgewicht?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Hin- und Rückreaktion laufen gleich schnell)&lt;br /&gt;
(!Die Reaktion ist vollständig beendet)&lt;br /&gt;
(!Nur die Hinreaktion läuft weiter)&lt;br /&gt;
(!Alle Konzentrationen sind gleich groß)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie reagiert ein Gleichgewicht meist auf die Zugabe eines Edukts?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Es verschiebt sich zur Produktseite)&lt;br /&gt;
(!Es verschiebt sich immer zur Eduktseite)&lt;br /&gt;
(!Es bleibt grundsätzlich unverändert)&lt;br /&gt;
(!Die Rückreaktion stoppt vollständig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wohin verschiebt sich ein Gasgleichgewicht bei Druckerhöhung durch Volumenverkleinerung?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Zur Seite mit weniger Gasteilchen)&lt;br /&gt;
(!Zur Seite mit mehr Gasteilchen)&lt;br /&gt;
(!Immer zur exothermen Seite)&lt;br /&gt;
(!Immer zur Eduktseite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was bewirkt eine Temperaturerhöhung bei einer exothermen Hinreaktion?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die endotherme Rückrichtung wird begünstigt)&lt;br /&gt;
(!Die exotherme Hinrichtung wird immer begünstigt)&lt;br /&gt;
(!Die Reaktion stoppt)&lt;br /&gt;
(!Der Katalysator wird verbraucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Veränderung kann den Wert der Gleichgewichtskonstante ändern?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine Temperaturänderung)&lt;br /&gt;
(!Die Zugabe eines Katalysators)&lt;br /&gt;
(!Die Verkleinerung des Volumens bei gleicher Temperatur)&lt;br /&gt;
(!Die Zugabe eines Edukts bei gleicher Temperatur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Aussage über einen Katalysator ist richtig?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Er beschleunigt Hin- und Rückreaktion)&lt;br /&gt;
(!Er verschiebt das Gleichgewicht zur Produktseite)&lt;br /&gt;
(!Er erhöht die Gleichgewichtskonstante)&lt;br /&gt;
(!Er wird vollständig verbraucht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was geschieht beim Öffnen einer Sprudelflasche?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Kohlenstoffdioxid tritt verstärkt aus der Lösung aus)&lt;br /&gt;
(!Der Druck über der Flüssigkeit steigt)&lt;br /&gt;
(!Kohlenstoffdioxid wird vollständig zu Sauerstoff)&lt;br /&gt;
(!Die Flüssigkeit nimmt sofort mehr Gas auf)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum begünstigt hoher Druck bei der Ammoniaksynthese die Produktseite?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Auf der Produktseite liegen weniger Gasteilchen vor)&lt;br /&gt;
(!Ammoniak ist ein Katalysator)&lt;br /&gt;
(!Die Hinreaktion wird dadurch endotherm)&lt;br /&gt;
(!Stickstoff wird bei hohem Druck fest)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Farbe wird beim Erwärmen des NO2-N2O4-Gleichgewichts stärker?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Braun durch mehr Stickstoffdioxid)&lt;br /&gt;
(!Gelb durch mehr Chromat)&lt;br /&gt;
(!Blau durch mehr Cobalt)&lt;br /&gt;
(!Farblos durch mehr Sauerstoff)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet Q gleich K?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Das System befindet sich im Gleichgewicht)&lt;br /&gt;
(!Nur die Hinreaktion läuft)&lt;br /&gt;
(!Nur die Rückreaktion läuft)&lt;br /&gt;
(!Die Temperatur ist null)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Le Chatelier || Prinzip vom kleinsten Zwang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Druckerhöhung || Weniger Gasteilchen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Temperaturerhöhung || Endotherme Richtung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Produktentfernung || Produktnachbildung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Katalysator || Schnellere Gleichgewichtseinstellung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dynamisches Gleichgewicht || Gleiche Reaktionsgeschwindigkeiten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stickstoffdioxid || Braune Farbe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Distickstofftetraoxid || Nahezu farblos&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eduktzugabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Verschiebung zur Produktseite&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktzugabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Verschiebung zur Eduktseite&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Volumenverkleinerung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Begünstigung der Seite mit weniger Gasteilchen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erwärmung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Begünstigung der endothermen Richtung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abkühlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Begünstigung der exothermen Richtung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katalysatorzugabe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Keine Veränderung der Gleichgewichtslage&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktentfernung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Nachbildung des entfernten Stoffes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gleichgewicht || Wie heißt der Zustand mit gleich schnellen Hin- und Rückreaktionen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Temperatur || Welche Zustandsgröße kann den Wert der Gleichgewichtskonstante verändern?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konzentration || Welche Größe wird durch Zugabe oder Entfernung eines Stoffes verändert?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Katalysator || Welcher Stoff beschleunigt die Gleichgewichtseinstellung ohne die Lage zu verändern?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ammoniak || Welches Produkt entsteht im Haber-Bosch-Verfahren?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Dimerisierung || Wie heißt die Verbindung zweier Stickstoffdioxidteilchen zu Distickstofftetraoxid?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Das+Prinzip+von+Le+Chatelier+Chemie &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Ein chemisches Gleichgewicht ist { dynamisch }, weil Hin- und Rückreaktion weiterlaufen. Im Gleichgewicht sind die Reaktionsgeschwindigkeiten { gleich }. Wird ein Edukt zugegeben, wird meist die { Produktseite } begünstigt. Bei einer Druckerhöhung verschiebt sich ein Gasgleichgewicht zur Seite mit { weniger } Gasteilchen. Eine Temperaturerhöhung begünstigt die { endotherme } Richtung. Nur eine Änderung der Temperatur verändert die Gleichgewichtskonstante { K }. Ein Katalysator beschleunigt Hin- und Rückreaktion, verändert aber nicht die { Gleichgewichtslage }. Beim Öffnen einer Sprudelflasche sinkt der { Druck }. Bei der Ammoniaksynthese begünstigt hoher Druck die Bildung von { Ammoniak }. Beim Erwärmen des NO2-N2O4-Gleichgewichts nimmt der Anteil des braunen { Stickstoffdioxids } zu.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Gleichgewichtsampel]]: Gestalte eine Ampelgrafik, die für Konzentration, Druck, Temperatur und Katalysator zeigt, wann sich ein Gleichgewicht verschiebt.&lt;br /&gt;
# [[Sprudelbeobachtung]]: Beobachte eine gekühlte und eine weniger stark gekühlte Sprudelflasche beim Öffnen. Beschreibe Unterschiede, ohne die Flaschen zu schütteln.&lt;br /&gt;
# [[Begriffsplakat]]: Erstelle ein Lernplakat zu den Begriffen dynamisches Gleichgewicht, Gleichgewichtslage und Gleichgewichtskonstante.&lt;br /&gt;
# [[Fehlersuche Le Chatelier]]: Formuliere drei typische Fehlvorstellungen und korrigiere sie in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Teilchenmodell Gleichgewicht]]: Zeichne ein Teilchenmodell für das NO2-N2O4-Gleichgewicht vor und nach einer Druckerhöhung.&lt;br /&gt;
# [[Erklärvideo Chemie]]: Produziere ein kurzes Erklärvideo, in dem Du die Wirkung einer Konzentrationsänderung an einem selbst gewählten Beispiel erläuterst.&lt;br /&gt;
# [[Versuchsauswertung]]: Werte ein Video zum Temperaturversuch mit Stickstoffdioxid aus und ordne Beobachtung, Teilchenebene und Reaktionsgleichung einander zu.&lt;br /&gt;
# [[Haber-Bosch-Infografik]]: Erstelle eine Infografik, die den Zielkonflikt zwischen Gleichgewichtslage und Reaktionsgeschwindigkeit erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Reaktionsquotient-Modell]]: Entwickle ein Rechenbeispiel, bei dem Du aus Q und K die bevorzugte Reaktionsrichtung bestimmst.&lt;br /&gt;
# [[Industrieinterview Chemie]]: Entwirf Fragen für ein Interview mit einer Fachperson aus Chemietechnik oder Verfahrenstechnik über Gleichgewichtsoptimierung.&lt;br /&gt;
# [[Experimentplanung Gleichgewicht]]: Plane einen ungefährlichen Modellversuch, der das Prinzip des kleinsten Zwangs ohne giftige Stoffe veranschaulicht, und begründe die Grenzen des Modells.&lt;br /&gt;
# [[Fallstudie Ammoniaksynthese]]: Bewerte zwei fiktive Betriebsstrategien für eine Ammoniakanlage unter den Kriterien Ausbeute, Reaktionsgeschwindigkeit, Energieaufwand und Sicherheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Transfer Konzentrationsänderung]]: Für die Reaktion A plus B im Gleichgewicht mit C wird C fortlaufend entfernt. Erkläre die erwartete Veränderung und begründe sie mit Q und K.&lt;br /&gt;
# [[Druckvergleich]]: Vergleiche die Druckwirkung auf zwei Gasgleichgewichte, bei denen einmal unterschiedlich viele und einmal gleich viele Gasteilchen auf beiden Seiten stehen.&lt;br /&gt;
# [[Temperaturdiagnose]]: Eine Gleichgewichtsmischung wird beim Erwärmen farbintensiver. Entwickle eine begründete Hypothese dazu, welche Reaktionsrichtung endotherm ist.&lt;br /&gt;
# [[Katalysatorbewertung]]: Prüfe die Aussage, ein besserer Katalysator mache eine ungünstige Gleichgewichtslage automatisch günstig.&lt;br /&gt;
# [[Alltagstransfer Sprudel]]: Erkläre, warum eine warme geöffnete Sprudelflasche häufig stärker schäumt als eine kalte, und trenne Druck- und Temperatureffekt.&lt;br /&gt;
# [[Prozessentscheidung Haber-Bosch]]: Begründe, warum eine Industrieanlage nicht einfach die thermodynamisch günstigste, möglichst niedrige Temperatur verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# das dynamische Gleichgewicht auf Stoff- und Teilchenebene erklären kannst,&lt;br /&gt;
# Gleichgewichtslage und Gleichgewichtskonstante unterscheidest,&lt;br /&gt;
# Konzentrations-, Druck- und Temperatureinflüsse sicher vorhersagst,&lt;br /&gt;
# die Sonderrolle der Temperatur erläuterst,&lt;br /&gt;
# den Einfluss eines Katalysators korrekt bewertest,&lt;br /&gt;
# Beobachtungen mit Reaktionsgleichungen verknüpfst,&lt;br /&gt;
# das Prinzip auf Alltag und Industrie überträgst,&lt;br /&gt;
# bei Bedarf Q und K zur Begründung nutzt,&lt;br /&gt;
# Sicherheitsaspekte chemischer Demonstrationen berücksichtigst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Prinzip_vom_kleinsten_Zwang &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eingebundenen Bilder stammen aus [[Wikimedia Commons]]. Lizenz- und Urheberinformationen findest Du auf den jeweiligen Dateiseiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Verknüpfte Lernbereiche =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Das Prinzip von Le Chatelier - Chemie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Chemisches Gleichgewicht]]&lt;br /&gt;
# [[Massenwirkungsgesetz]]&lt;br /&gt;
# [[Reaktionsquotient]]&lt;br /&gt;
# [[Gleichgewichtskonstante]]&lt;br /&gt;
# [[Reaktionsgeschwindigkeit]]&lt;br /&gt;
# [[Katalysator]]&lt;br /&gt;
# [[Exotherme Reaktion]]&lt;br /&gt;
# [[Endotherme Reaktion]]&lt;br /&gt;
# [[Haber-Bosch-Verfahren]]&lt;br /&gt;
# [[Thermodynamik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Gleichgewicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thermodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reaktionskinetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 9-10]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
{{MT}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Glanz</name></author>
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