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Erzählendes Schreiben Erlebnisgeschichte, Fantasiegeschichte, Nacherzählung

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Erzählendes Schreiben Erlebnisgeschichte, Fantasiegeschichte, Nacherzählung




Einleitung

Erzählendes Schreiben bedeutet, ein Geschehen so aufzubauen, dass Leserinnen und Leser es innerlich miterleben können. In diesem aiMOOC lernst Du drei zentrale Formen kennen: die Erlebnisgeschichte, die Fantasiegeschichte und die Nacherzählung. Alle drei gehören zum Deutschunterricht und trainieren wichtige Fähigkeiten: Ideen entwickeln, Handlung ordnen, Figuren gestalten, Spannung aufbauen, passende Sprache verwenden und Texte überarbeiten.

Beim erzählenden Schreiben geht es nicht nur darum, „etwas aufzuschreiben“. Du entscheidest, was erzählt wird, in welcher Reihenfolge es geschieht, aus welcher Sicht erzählt wird und wie die Leserinnen und Leser fühlen, denken und mitfiebern sollen. Eine gute Erzählung besitzt einen klaren Aufbau, einen erkennbaren roten Faden, anschauliche Details und einen Höhepunkt.

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Grundlagen des erzählenden Schreibens


Erzählen als gestaltete Darstellung

Eine Erzählung stellt ein Geschehen in mündlicher oder schriftlicher Form dar. Entscheidend ist, dass nicht nur eine Reihe von Ereignissen genannt wird, sondern dass ein Zusammenhang entsteht: Figuren handeln, verfolgen Ziele, geraten in Schwierigkeiten, erleben Veränderungen und kommen am Ende an einen neuen Punkt. Dadurch entsteht Narration.

Im Unterricht begegnet Dir erzählendes Schreiben häufig als Aufsatzform. Du lernst dabei, aus einem Erlebnis, einer Idee, einem Bild, Reizwörtern oder einer Textvorlage eine zusammenhängende Geschichte zu gestalten. Dabei sind die drei Schreibformen unterschiedlich:

  1. Erlebnisgeschichte: Du erzählst ein wirkliches oder glaubwürdig wirkendes persönliches Erlebnis spannend und anschaulich.
  2. Fantasiegeschichte: Du erfindest eine Geschichte, in der auch Ungewöhnliches, Magisches oder Unmögliches geschehen darf.
  3. Nacherzählung: Du gibst eine bereits vorhandene Geschichte mit eigenen Worten wieder und bleibst dabei inhaltlich nah an der Vorlage.


Die W-Fragen als Schreibkompass

Vor dem Schreiben hilft es, die wichtigsten W-Fragen zu klären. Sie geben Deiner Geschichte Orientierung und verhindern, dass der Text unübersichtlich wird.

  1. Wer: Welche Hauptfigur steht im Mittelpunkt und welche Nebenfiguren spielen eine Rolle?
  2. Wo: An welchem Ort beginnt die Handlung und welche Umgebung ist wichtig?
  3. Wann: Zu welcher Zeit spielt die Geschichte?
  4. Was: Welches Ereignis setzt die Handlung in Gang?
  5. Warum: Weshalb handeln die Figuren so?
  6. Wie: Wie entwickelt sich die Spannung bis zum Höhepunkt?
  7. Welche Folge: Was verändert sich am Ende?


Aufbau: Einleitung, Hauptteil und Schluss

Die meisten erzählenden Texte folgen einem klaren Textaufbau. Dieser Aufbau hilft Dir, eine Geschichte verständlich und spannend zu gestalten.

  1. Einleitung: Du führst in Ort, Zeit, Figuren und Ausgangssituation ein. Die Einleitung sollte neugierig machen, aber nicht schon alles verraten.
  2. Hauptteil: Die Handlung entwickelt sich. Schwierigkeiten, Konflikte, Entscheidungen oder überraschende Ereignisse sorgen für Spannung.
  3. Höhepunkt: Der spannendste Moment der Geschichte wird erreicht. Hier entscheidet sich, wie die Situation ausgeht.
  4. Schluss: Die Spannung löst sich. Die Geschichte endet sinnvoll, überraschend, nachdenklich oder humorvoll.


Der rote Faden

Der rote Faden ist die innere Ordnung Deiner Geschichte. Alles, was Du erzählst, sollte zur Handlung passen. Unwichtige Abschweifungen schwächen die Spannung. Besonders bei der Nacherzählung ist der rote Faden wichtig, weil die Reihenfolge der Vorlage erhalten bleiben muss. Bei der Erlebnisgeschichte und Fantasiegeschichte hilft er, die Handlung glaubwürdig und nachvollziehbar zu machen.


Erzählperspektive und Erzählzeit

Die Erzählperspektive bestimmt, aus welcher Sicht die Geschichte erzählt wird. In der Ich-Erzählung berichtet eine Figur selbst. Dadurch wirken Gedanken und Gefühle besonders nah. In der Er-Erzählung oder Sie-Erzählung erzählt eine außenstehende Stimme über die Figuren. Diese Form eignet sich gut, wenn mehrere Personen beschrieben werden sollen.

Viele Erlebnis- und Fantasiegeschichten werden im Präteritum geschrieben, zum Beispiel: „Ich öffnete die Tür und hörte ein leises Knarren.“ Die wörtliche Rede kann die Geschichte lebendiger machen. Sie sollte aber sinnvoll eingesetzt werden und zur Situation passen.

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Lebendige Sprache

Eine gute Erzählung lebt von genauer Sprache. Statt „gehen“ kannst Du je nach Situation „schleichen“, „rennen“, „stolpern“, „schlendern“ oder „taumeln“ schreiben. Statt „schön“ kannst Du genauer beschreiben, was eine Figur sieht, hört, riecht, fühlt oder schmeckt. Besonders hilfreich sind Sinneseindrücke, anschauliche Adjektive, starke Verben, abwechslungsreiche Satzanfänge und passende wörtliche Rede.

Beispiel schwach: Dann ging ich in den Wald und es war gruselig.

Beispiel stärker: Vorsichtig schob ich einen Ast zur Seite. Feuchte Blätter klebten an meinen Schuhen, irgendwo knackte Holz, und für einen Moment hielt ich den Atem an.


Die Erlebnisgeschichte


Was ist eine Erlebnisgeschichte?

Eine Erlebnisgeschichte erzählt ein besonderes Ereignis, das wirklich passiert sein kann oder zumindest wirklichkeitsnah wirkt. Häufig steht eine einzelne Hauptfigur im Mittelpunkt, oft auch ein Ich-Erzähler. Wichtig ist nicht, dass das Erlebnis außergewöhnlich spektakulär ist. Entscheidend ist, dass Du es anschaulich, geordnet und spannend erzählst.

Typische Themen sind ein verlorener Schlüssel, ein überraschender Fund, ein Missverständnis, ein kleiner Unfall, eine Mutprobe, ein Ausflug, ein Wettbewerb, eine Begegnung mit einem Tier oder ein Moment, in dem eine Figur Angst, Freude, Scham, Mut oder Erleichterung erlebt.

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Merkmale der Erlebnisgeschichte

Eine gute Erlebnisgeschichte besitzt einen klaren Anlass, steigende Spannung und einen Höhepunkt. Sie bleibt glaubwürdig, auch wenn sie ausgeschmückt ist. Besonders wichtig sind Gedanken und Gefühle der Hauptfigur, weil die Leserinnen und Leser das Erlebnis miterleben sollen.

  1. Glaubwürdigkeit: Die Geschichte könnte so oder ähnlich geschehen sein.
  2. Spannungsaufbau: Die Handlung führt Schritt für Schritt zu einem Höhepunkt.
  3. Gefühl: Angst, Freude, Überraschung oder Erleichterung werden nachvollziehbar.
  4. Anschaulichkeit: Sinneseindrücke lassen die Situation lebendig wirken.
  5. Schluss: Das Erlebnis wird sinnvoll abgeschlossen.


Schreibplan für eine Erlebnisgeschichte

Beim Planen kannst Du Dir eine Spannungskurve vorstellen. Zuerst stellst Du die Situation vor. Danach passiert etwas Unerwartetes. Die Spannung steigt, weil die Figur handeln muss. Am Höhepunkt entscheidet sich die Situation. Danach folgt eine kurze Auflösung.

  1. Einleitung: Wer erlebt etwas? Wo und wann geschieht es?
  2. Auslöser: Was bringt die Handlung in Bewegung?
  3. Steigerung: Welche Schwierigkeiten oder Gefühle nehmen zu?
  4. Höhepunkt: Was ist der entscheidende Moment?
  5. Schluss: Was lernt, erkennt oder fühlt die Figur am Ende?


Häufige Fehler bei Erlebnisgeschichten

Viele Erlebnisgeschichten verlieren Wirkung, wenn sie zu allgemein bleiben. Sätze wie „Es war sehr spannend“ erklären nur, statt Spannung zu zeigen. Besser ist es, die Spannung durch Handlungen, Gedanken, Geräusche und Körperreaktionen sichtbar zu machen. Ein weiterer Fehler ist ein zu langer Anfang. Wenn die Einleitung zu viele Nebensachen beschreibt, beginnt die eigentliche Geschichte zu spät.


Die Fantasiegeschichte


Was ist eine Fantasiegeschichte?

Eine Fantasiegeschichte ist eine erfundene Geschichte, in der die Wirklichkeit erweitert oder überschritten werden kann. Tiere können sprechen, Türen führen in andere Welten, Gegenstände besitzen geheimnisvolle Kräfte oder Figuren erleben Abenteuer in unmöglichen Räumen. Trotzdem braucht auch eine Fantasiegeschichte eine innere Logik. Die Leserinnen und Leser müssen verstehen, welche Regeln in dieser erfundenen Welt gelten.

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Merkmale der Fantasiegeschichte

In einer Fantasiegeschichte darfst Du frei erfinden. Diese Freiheit bedeutet aber nicht, dass alles beliebig sein sollte. Besonders gelungene Fantasiegeschichten verbinden eine ungewöhnliche Idee mit einer klaren Handlung.

  1. Fantasie: Die Geschichte enthält erfundene, magische, geheimnisvolle oder unmögliche Elemente.
  2. Weltgestaltung: Orte, Regeln und Besonderheiten der erfundenen Welt werden anschaulich beschrieben.
  3. Figur: Die Hauptfigur hat ein Ziel, ein Problem oder eine Aufgabe.
  4. Konflikt: Die Figur muss eine Schwierigkeit überwinden.
  5. innere Logik: Die Ereignisse passen zu den Regeln der Fantasiewelt.


Ideenquellen für Fantasiegeschichten

Fantasiegeschichten entstehen oft aus kleinen Impulsen. Ein Bild, ein ungewöhnlicher Gegenstand, ein Traum, ein Geräusch, eine Frage oder eine Kombination aus Reizwörtern kann den Anfang bilden. Hilfreiche Fragen sind: Was wäre, wenn Schatten sprechen könnten? Was wäre, wenn eine Uhr rückwärts läuft? Was wäre, wenn ein Klassenzimmer nachts zu einem Raumschiff wird?


Schreibplan für eine Fantasiegeschichte

  1. Ausgangspunkt: Beginnt die Geschichte in der normalen Welt oder sofort in einer Fantasiewelt?
  2. Übergang: Wie gelangt die Figur in das Ungewöhnliche?
  3. Regel: Welche besondere Regel gilt in der erfundenen Welt?
  4. Aufgabe: Was muss die Figur erreichen, retten, finden oder verstehen?
  5. Rückkehr oder Veränderung: Kehrt die Figur zurück oder bleibt die Welt verändert?


Häufige Fehler bei Fantasiegeschichten

Ein häufiger Fehler ist, zu viele Ideen gleichzeitig einzubauen. Wenn Drachen, Zeitreisen, Zauberportale, sprechende Roboter und unsichtbare Städte ohne Zusammenhang auftreten, wird die Geschichte unklar. Besser ist eine starke Hauptidee, die konsequent entwickelt wird. Außerdem sollte die Hauptfigur nicht nur staunen, sondern handeln und Entscheidungen treffen.


Die Nacherzählung


Was ist eine Nacherzählung?

Eine Nacherzählung ist die Wiedergabe einer bereits vorhandenen Geschichte in eigenen Worten. Die Vorlage kann vorgelesen, gelesen, gehört oder als Filmsequenz betrachtet worden sein. Anders als bei einer freien Fantasiegeschichte darfst Du keine neue Handlung erfinden. Du sollst zeigen, dass Du die Vorlage verstanden hast und sie geordnet, sprachlich eigenständig und vollständig genug wiedergeben kannst.

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Merkmale der Nacherzählung

Die Nacherzählung steht zwischen genauer Texttreue und eigener Sprache. Sie ist nicht dasselbe wie eine Inhaltsangabe, denn sie darf erzählend und lebendig sein. Sie ist aber auch keine freie Neuerfindung, weil die wichtigen Handlungsschritte, Figuren, Motive und die Reihenfolge der Vorlage erhalten bleiben müssen.

  1. Texttreue: Wichtige Ereignisse, Figuren und Zusammenhänge bleiben erhalten.
  2. eigene Worte: Der Originaltext wird nicht abgeschrieben.
  3. Reihenfolge: Die Handlung wird in der richtigen Abfolge erzählt.
  4. Vollständigkeit: Zentrale Handlungsschritte fehlen nicht.
  5. Erzählstil: Die Stimmung der Vorlage wird angemessen wiedergegeben.


Schreibplan für eine Nacherzählung

  1. Verstehen: Lies oder höre die Vorlage aufmerksam und kläre unbekannte Wörter.
  2. Gliedern: Teile die Handlung in wichtige Abschnitte ein.
  3. Stichpunkte: Notiere nur zentrale Ereignisse, keine unwichtigen Details.
  4. Formulieren: Schreibe mit eigenen Worten und halte die Reihenfolge ein.
  5. Überprüfen: Vergleiche Deine Nacherzählung mit der Vorlage.


Häufige Fehler bei Nacherzählungen

Häufige Fehler sind das Abschreiben ganzer Formulierungen, das Auslassen wichtiger Handlungsschritte oder das Hinzufügen eigener Ideen. Auch eine falsche Reihenfolge kann das Verständnis stören. Bei einer guten Nacherzählung erkennt man die Vorlage deutlich wieder, aber der Text klingt sprachlich eigenständig.


Vergleich der drei Schreibformen

Schreibform Ausgangspunkt Freiheit Ziel Besonders wichtig
Erlebnisgeschichte Ein wirkliches oder glaubwürdiges Erlebnis Mittel Ein Erlebnis spannend und anschaulich erzählen Gefühle, Sinneseindrücke, Höhepunkt
Fantasiegeschichte Eine erfundene Idee, ein Bild oder Reizwörter Hoch Eine erfundene Welt oder ungewöhnliche Handlung gestalten Fantasie, innere Logik, anschauliche Welt
Nacherzählung Eine vorhandene Geschichte Gering Eine Vorlage in eigenen Worten wiedergeben Texttreue, Reihenfolge, eigene Sprache


Der Schreibprozess


Planen

Vor dem Schreiben solltest Du nicht sofort mit ganzen Sätzen beginnen. Ein kurzer Schreibplan spart Zeit und macht Deinen Text besser. Überlege Dir Hauptfigur, Ort, Problem, Höhepunkt und Schluss. Bei einer Nacherzählung planst Du nicht frei, sondern ordnest die Handlung der Vorlage.


Schreiben

Beim ersten Entwurf geht es darum, die Geschichte vollständig aufzuschreiben. Achte auf den roten Faden, aber unterbrich Dich nicht bei jedem Satz. Wichtig ist, dass Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss erkennbar werden.


Überarbeiten

Die Textüberarbeitung ist ein eigener Arbeitsschritt. Hier prüfst Du, ob die Geschichte verständlich, spannend und sprachlich abwechslungsreich ist. Gute Autorinnen und Autoren überarbeiten ihre Texte mehrfach.

  1. Inhalt: Ist die Handlung logisch und vollständig?
  2. Aufbau: Gibt es eine klare Einleitung, einen Hauptteil, einen Höhepunkt und einen Schluss?
  3. Sprache: Sind Verben, Adjektive und Satzanfänge abwechslungsreich?
  4. Perspektive: Bleibt die Erzählperspektive gleich?
  5. Zeitform: Wird die gewählte Zeitform durchgehalten?
  6. Rechtschreibung: Sind Satzzeichen, Großschreibung und wörtliche Rede korrekt?


Feedback nutzen

Feedback hilft, blinde Flecken zu entdecken. Bitte Mitschülerinnen und Mitschüler nicht nur um ein allgemeines Urteil wie „gut“ oder „nicht gut“. Besser sind konkrete Fragen: Wo war die Geschichte besonders spannend? Welche Stelle war unklar? Wo fehlen Gefühle oder Sinneseindrücke? Welche Formulierung wirkt besonders gelungen?


Beispiel: Ein Schreibimpuls in drei Formen

Der Schreibimpuls lautet: Ein Schlüssel liegt plötzlich vor einer verschlossenen Tür.


Als Erlebnisgeschichte

Du könntest erzählen, dass Du nach dem Sportunterricht Deinen Schlüssel verloren hast und plötzlich vor der Haustür stehst. Die Spannung entsteht dadurch, dass niemand zu Hause ist, ein Gewitter aufzieht und Du überlegen musst, was Du tun kannst. Der Höhepunkt könnte der Moment sein, in dem Du im Rucksack ein leises Klirren hörst oder eine Nachbarin auftaucht.


Als Fantasiegeschichte

Du könntest erzählen, dass der Schlüssel im Mondlicht zu glühen beginnt und eine Tür öffnet, die vorher gar nicht da war. Hinter der Tür liegt eine Bibliothek, in der jedes Buch eine noch nicht geschriebene Zukunft enthält. Die Hauptfigur muss entscheiden, ob sie ein Buch öffnet oder den Schlüssel zurücklegt.


Als Nacherzählung

Wenn der Schlüssel Teil einer Vorlage ist, darfst Du keine neue Handlung erfinden. Du erzählst dann mit eigenen Worten nach, wer den Schlüssel findet, welche Tür er öffnet, welche Ereignisse folgen und wie die Geschichte endet. Die Reihenfolge und die wesentlichen Zusammenhänge der Vorlage bleiben erhalten.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das wichtigste Ziel einer Erlebnisgeschichte? (Ein persönliches oder glaubwürdiges Erlebnis spannend erzählen) (!Eine wissenschaftliche Erklärung sachlich zusammenfassen) (!Ein Gedicht in Strophen gliedern) (!Eine Textvorlage möglichst wörtlich abschreiben)




Was darf in einer Fantasiegeschichte besonders deutlich vorkommen? (Erfundene und unmögliche Ereignisse) (!Ausschließlich überprüfbare Fakten) (!Nur echte Zeitungsberichte) (!Nur wörtliche Zitate aus einer Vorlage)




Was ist bei einer Nacherzählung besonders wichtig? (Die Vorlage in eigenen Worten und in richtiger Reihenfolge wiedergeben) (!Die Handlung frei verändern) (!Neue Figuren erfinden) (!Das Ende absichtlich offenlassen)




Welche Funktion hat der Höhepunkt in einer Erzählung? (Er ist der spannendste und entscheidende Moment) (!Er erklärt alle Fachbegriffe) (!Er ersetzt die Einleitung) (!Er enthält nur eine Personenbeschreibung)




Welche Zeitform wird in Erlebnis- und Fantasiegeschichten häufig verwendet? (Präteritum) (!Futur II) (!Plusquamperfekt als einzige Zeitform) (!Imperativ)




Wodurch wirkt eine Geschichte besonders anschaulich? (Durch Sinneseindrücke und genaue Verben) (!Durch möglichst viele Wiederholungen) (!Durch das Weglassen aller Gefühle) (!Durch ungeordnete Stichpunkte)




Was bedeutet roter Faden beim Erzählen? (Die Handlung ist logisch verbunden und gut nachvollziehbar) (!Der Text muss mit roter Farbe geschrieben sein) (!Jeder Satz beginnt mit demselben Wort) (!Die Geschichte darf keine Figuren enthalten)




Was ist ein typischer Fehler bei einer Fantasiegeschichte? (Zu viele Ideen ohne klaren Zusammenhang einbauen) (!Eine erfundene Welt beschreiben) (!Eine Hauptfigur handeln lassen) (!Eine ungewöhnliche Idee verwenden)




Was sollte man bei einer Nacherzählung vermeiden? (Eigene neue Handlungsteile hinzufügen) (!Die Vorlage vorher verstehen) (!Mit eigenen Worten schreiben) (!Wichtige Handlungsschritte ordnen)




Welche Frage hilft besonders bei der Planung einer Erzählung? (Welches Problem muss die Hauptfigur lösen) (!Wie viele Seiten hat das Schulheft) (!Welche Farbe hat der Klassenraum) (!Wie viele Buchstaben hat die Überschrift)





Memory

Erlebnisgeschichte glaubwürdiges persönliches Ereignis
Fantasiegeschichte erfundene unmögliche Handlung
Nacherzählung Vorlage in eigenen Worten
Höhepunkt spannendster Moment
Einleitung Orientierung für Leser
Schluss Auflösung der Handlung
Sinneseindruck sehen hören fühlen
wörtliche Rede Figuren sprechen direkt





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Erlebnisgeschichte wirklichkeitsnahes persönliches Ereignis
Fantasiegeschichte erfundene Welt mit eigener Logik
Nacherzählung vorhandene Geschichte in eigenen Worten
Einleitung Figuren Ort und Ausgangssituation
Höhepunkt entscheidender Spannungsmoment






Kreuzworträtsel

Präteritum Welche Zeitform wird beim Erzählen häufig verwendet?
Spannung Was soll im Hauptteil Schritt für Schritt steigen?
Figur Wer handelt in einer Geschichte?
Dialog Wie nennt man ein Gespräch zwischen Figuren?
Vorlage Woran orientiert sich eine Nacherzählung?
Fantasie Welche Fähigkeit hilft beim Erfinden unmöglicher Welten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Beim erzählenden Schreiben gestaltest Du ein

. Eine gute Geschichte besitzt einen klaren

. In der Einleitung lernen die Leserinnen und Leser Figuren Ort und Ausgangssituation kennen

. Im Hauptteil steigt die

. Der wichtigste Moment einer Erzählung heißt

. Am Schluss wird die Handlung sinnvoll

. Eine Erlebnisgeschichte erzählt ein glaubwürdiges

. Eine Fantasiegeschichte darf unmögliche Ereignisse und erfundene Welten enthalten

. Eine Nacherzählung bleibt nah an einer vorhandenen

. Dabei verwendest Du eigene Worte und beachtest die richtige

. Anschaulich wird ein Text durch genaue Verben und passende

. Nach dem Schreiben solltest Du Deinen Text sorgfältig

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Erlebnis-Skizze: Notiere ein kleines Erlebnis aus Deinem Alltag in fünf Stichpunkten und markiere den möglichen Höhepunkt.
  2. Fantasie-Tür: Erfinde eine Tür, die an einen unmöglichen Ort führt, und beschreibe in zehn Sätzen, was dahinter liegt.
  3. Nacherzählung üben: Lies ein kurzes Märchen und schreibe die wichtigsten Handlungsschritte in der richtigen Reihenfolge auf.
  4. Sinneseindrücke sammeln: Beschreibe einen Schulhof, Waldweg oder Bahnhof mit mindestens vier verschiedenen Sinneseindrücken.


Standard

  1. Erlebnisgeschichte schreiben: Verfasse eine Erlebnisgeschichte zu dem Thema „Der unerwartete Fund“ mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
  2. Fantasiegeschichte gestalten: Schreibe eine Fantasiegeschichte, in der ein gewöhnlicher Gegenstand eine besondere Kraft bekommt.
  3. Nacherzählung verfassen: Erzähle eine bekannte Fabel mit eigenen Worten nach und achte darauf, keine neuen Handlungsteile hinzuzufügen.
  4. Feedbackrunde: Tausche Deinen Text mit einer Partnerin oder einem Partner und gib Rückmeldung zu Spannung, rotem Faden und Sprache.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: Schreibe eine Erlebnisgeschichte zuerst aus der Ich-Perspektive und danach aus der Sicht einer Nebenfigur.
  2. Weltenbau: Entwickle für eine Fantasiegeschichte drei Regeln einer erfundenen Welt und schreibe eine Szene, in der eine Regel wichtig wird.
  3. Vergleichende Nacherzählung: Vergleiche eine Originalgeschichte mit Deiner Nacherzählung und erkläre, welche Stellen Du gekürzt oder sprachlich verändert hast.
  4. Schreibwerkstatt: Überarbeite einen eigenen erzählenden Text in drei Durchgängen: Aufbau, Sprache und Rechtschreibung.



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Lernkontrolle

  1. Erzählformen vergleichen: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum dieselbe Grundidee als Erlebnisgeschichte, Fantasiegeschichte oder Nacherzählung unterschiedlich umgesetzt werden muss.
  2. Spannung analysieren: Untersuche einen kurzen Erzähltext und zeige, an welchen Stellen die Spannung aufgebaut, gesteigert und aufgelöst wird.
  3. Text überarbeiten: Verbessere einen schwachen Erzählanfang so, dass Ort, Figur, Stimmung und ein möglicher Konflikt deutlicher werden.
  4. Perspektive begründen: Entscheide, ob eine Geschichte besser in der Ich-Perspektive oder in der Er-Erzählung geschrieben werden sollte, und begründe Deine Wahl.
  5. Nacherzählung prüfen: Vergleiche eine Nacherzählung mit ihrer Vorlage und bewerte, ob Texttreue, Reihenfolge und eigene Sprache gelungen sind.
  6. Fantasie logisch machen: Entwickle aus einer unmöglichen Idee eine glaubwürdige Fantasiewelt, indem Du Regeln, Grenzen und Folgen erklärst.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Erzählendes Schreiben solltest Du zeigen, dass Du die drei Schreibformen unterscheiden und selbst anwenden kannst. Wichtig ist nicht nur Faktenwissen, sondern die Fähigkeit, eigene Texte zu planen, zu schreiben, zu überarbeiten und begründet zu beurteilen.

  1. Textmappe: Sammle je eine Erlebnisgeschichte, eine Fantasiegeschichte und eine Nacherzählung.
  2. Schreibplan: Lege zu jedem Text einen Plan mit Figuren, Ort, Problem, Höhepunkt und Schluss vor.
  3. Überarbeitung: Markiere an einem Text, welche Stellen Du verbessert hast und warum.
  4. Reflexion: Erkläre, welche Schreibform Dir leichtfällt und welche Du weiter üben möchtest.
  5. Feedback: Füge mindestens eine Rückmeldung einer Mitschülerin, eines Mitschülers oder einer Lehrkraft hinzu.
  6. Kriterienraster: Bewerte Deine Texte nach Aufbau, rotem Faden, Sprache, Spannung, Texttreue und Rechtschreibung.




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