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Eine eigene Fabel schreiben - Fabeln

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Eine eigene Fabel schreiben - Fabeln



Einleitung

Eine eigene Fabel schreiben bedeutet, eine kurze Erzählung mit einer klaren Moral zu gestalten. In einer Fabel treten meist Tiere auf, die wie Menschen denken, sprechen und handeln. Sie streiten, prahlen, täuschen, helfen, lernen oder scheitern. Dadurch kannst Du menschliches Verhalten kritisch, witzig und verständlich darstellen, ohne direkt über bestimmte Personen zu schreiben.

Dieser aiMOOC begleitet Dich Schritt für Schritt: Du lernst typische Merkmale von Fabeln kennen, entwickelst eine passende Lehre, wählst geeignete Fabeltiere, planst einen zugespitzten Konflikt, formulierst einen lebendigen Dialog und überarbeitest Deine eigene Fabel so, dass sie kurz, treffend und wirkungsvoll wird.

Das Bild zeigt eine bekannte Fabelsituation: Der Fuchs lockt die Krähe durch Schmeichelei dazu, den Schnabel zu öffnen. Die Handlung ist einfach, aber die Aussage ist deutlich: Wer sich zu sehr von Lob blenden lässt, kann etwas Wertvolles verlieren.


Was lernst Du in diesem aiMOOC?

  1. Fabel verstehen: Du erkennst Aufbau, Figuren, Sprache und Wirkung einer Fabel.
  2. Personifikation anwenden: Du gestaltest Tiere mit menschlichen Eigenschaften.
  3. Moral entwickeln: Du formulierst eine Lehre, die zur Handlung passt.
  4. kreativ schreiben: Du planst und verfasst eine eigene Fabel.
  5. Texte überarbeiten: Du prüfst, ob Deine Fabel klar, knapp und überzeugend ist.
  6. Deutschkompetenzen stärken: Du übst Erzählen, Dialoggestaltung, Wortwahl und Reflexion.


Für wen ist dieser aiMOOC geeignet?

Der aiMOOC eignet sich besonders für den Deutschunterricht in den Klassen 5 bis 7, kann aber auch in höheren Klassen zur Wiederholung, zur Schreibförderung oder als Einstieg in Kurzprosa, Allegorie und literarische Textsorten genutzt werden. Du brauchst keine Vorkenntnisse, solltest aber bereit sein, eigene Ideen zu entwickeln, Texte zu schreiben und Rückmeldungen anzunehmen.


Fabeln verstehen


Was ist eine Fabel?

Eine Fabel ist eine kurze Erzählung mit belehrender Absicht. Der Begriff geht auf das lateinische Wort fabula zurück, das etwa Erzählung oder Geschichte bedeutet. In Fabeln handeln häufig Tiere, manchmal auch Pflanzen, Gegenstände oder fantastische Wesen. Sie erhalten menschliche Eigenschaften: Sie sprechen, planen, betrügen, helfen, fürchten sich oder sind stolz. Dieses Stilmittel nennt man Personifikation.

Eine Fabel hat meist eine klare Handlung, eine überschaubare Zahl von Figuren, einen zugespitzten Konflikt und eine Moral. Die Moral kann am Ende ausdrücklich genannt werden oder aus der Handlung erschlossen werden. Fabeln unterhalten also nicht nur, sondern fordern Dich auch zum Nachdenken über menschliches Verhalten auf.


Typische Merkmale einer Fabel

  1. Kürze: Eine Fabel ist meistens kurz und konzentriert sich auf das Wesentliche.
  2. Tierfiguren: Tiere stehen häufig im Mittelpunkt und verkörpern menschliche Eigenschaften.
  3. Personifikation: Tiere sprechen und handeln wie Menschen.
  4. Konflikt: Zwei unterschiedliche Interessen oder Eigenschaften treffen aufeinander.
  5. Dialog: Die Figuren sprechen oft direkt miteinander, damit der Konflikt sichtbar wird.
  6. Pointe: Am Ende gibt es häufig eine überraschende Wendung oder ein klares Ergebnis.
  7. Moral: Die Fabel enthält eine Lehre über menschliches Verhalten.
  8. Einfachheit: Ort, Zeit und Handlung bleiben meist überschaubar.
  9. Allgemeingültigkeit: Die Aussage soll über die Einzelsituation hinaus gelten.
  10. Kritik: Fabeln können menschliche Schwächen wie Hochmut, Gier, Faulheit, Eitelkeit oder Ungerechtigkeit kritisieren.


Bildebene und Sachebene

Eine Fabel arbeitet oft mit zwei Ebenen. Auf der Bildebene siehst Du die konkrete Geschichte: Ein Fuchs schmeichelt einer Krähe, ein Löwe verschont eine Maus oder eine Schildkröte tritt gegen einen Hasen an. Auf der Sachebene geht es um Menschen: um Eitelkeit, Macht, Geduld, Hilfsbereitschaft, Überheblichkeit oder Klugheit.

Wenn Du eine eigene Fabel schreibst, solltest Du beide Ebenen bewusst planen. Die Tierhandlung muss einfach und anschaulich sein. Die menschliche Aussage muss verständlich, aber nicht platt sein. Gute Fabeln lassen die Leserinnen und Leser selbst erkennen, was gemeint ist.


Warum Tiere in Fabeln sprechen

Tierfiguren machen Kritik leichter verständlich. Wenn ein Löwe überheblich ist, ein Fuchs listig handelt oder eine Ameise fleißig arbeitet, erkennt man schnell bestimmte Eigenschaften. Gleichzeitig entsteht Abstand: Die Fabel zeigt menschliche Fehler, ohne direkt einzelne Menschen anzugreifen. Dadurch kann sie witzig, scharf und lehrreich zugleich sein.

Die Fabel vom Löwen und der Maus zeigt, dass auch scheinbar Schwache helfen können. Für Deine eigene Fabel ist wichtig: Wähle Tiere nicht zufällig aus, sondern so, dass ihre Eigenschaften zu Deiner Moral passen.


Bekannte Fabeldichter und Fabeltraditionen

Zu den bekanntesten Namen der Fabeltradition gehören Äsop, Phaedrus, Jean de La Fontaine und Gotthold Ephraim Lessing. Viele Fabeln wurden über Jahrhunderte weitergegeben, verändert und neu erzählt. Dadurch eignen sie sich gut, um über zeitlose Fragen zu sprechen: Wie geht man mit Macht um? Was ist kluges Handeln? Warum ist Eitelkeit gefährlich? Wann lohnt sich Geduld? Wie erkennt man Täuschung?

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Fabeltiere und ihre Wirkung


Typische Tierfiguren

In vielen Fabeln sind Tiere mit bestimmten Eigenschaften verbunden. Diese Zuordnungen sind nicht starr. Du kannst sie nutzen, verändern oder bewusst brechen. Wichtig ist, dass die gewählte Figur zur Handlung und zur Moral passt.

Fabeltier Häufige Eigenschaft Mögliche Rolle in Deiner Fabel
Fuchs listig, schlau, täuschend Er überredet andere oder nutzt ihre Schwächen aus.
Löwe mächtig, stolz, herrschend Er entscheidet über andere oder lernt Demut.
Rabe eitel, leichtgläubig, aufmerksam Er lässt sich täuschen oder erkennt eine Falle.
Hase schnell, übermütig, unvorsichtig Er verlässt sich zu sehr auf seine Stärke.
Schildkröte langsam, ausdauernd, ruhig Sie gewinnt durch Geduld und Beharrlichkeit.
Ameise fleißig, planend, gemeinschaftlich Sie zeigt, dass Vorbereitung wichtig sein kann.
Wolf gierig, gefährlich, rücksichtslos Er missbraucht Macht oder bedroht Schwächere.
Lamm unschuldig, schwach, friedlich Es wird ungerecht behandelt oder zeigt Sanftmut.
Eule weise, beobachtend, nachdenklich Sie erkennt Zusammenhänge, die andere übersehen.


Tierklischees bewusst verwenden

Ein Klischee ist eine erwartbare, oft vereinfachte Vorstellung. In Fabeln kann ein Klischee hilfreich sein, weil Leserinnen und Leser schnell verstehen, wofür eine Figur steht. Aber Du kannst auch eine überraschende Fabel schreiben: Vielleicht ist der Fuchs einmal ehrlich, der Löwe ängstlich oder die Schildkröte ungeduldig. Entscheidend ist, dass die Abweichung eine Funktion hat und zur Moral führt.


Figurenpaare planen

Viele Fabeln leben von Gegensätzen. Zwei Figuren vertreten unterschiedliche Eigenschaften, Ziele oder Denkweisen. Aus diesem Gegensatz entsteht die Handlung. Gute Figurenpaare sind zum Beispiel:

  1. Fuchs und Rabe: List trifft auf Eitelkeit.
  2. Löwe und Maus: Macht trifft auf scheinbare Schwäche.
  3. Hase und Schildkröte: Übermut trifft auf Ausdauer.
  4. Wolf und Lamm: Stärke trifft auf Unschuld.
  5. Ameise und Heuschrecke: Vorsorge trifft auf Sorglosigkeit.


Aufbau einer eigenen Fabel


Grundstruktur

Eine Fabel ist kurz, aber sie braucht eine klare innere Ordnung. Du kannst Dich an diesem Aufbau orientieren:

Teil der Fabel Funktion Leitfrage
Ausgangssituation Die Figuren und die Lage werden vorgestellt. Wer begegnet wem und wo beginnt die Handlung?
Konflikt Ein Problem, Gegensatz oder Streit entsteht. Was wollen die Figuren und warum passt das nicht zusammen?
Dialog Die Figuren zeigen ihre Absichten durch Sprache. Was sagen sie, um zu überzeugen, zu täuschen oder sich zu verteidigen?
Wendepunkt Eine Entscheidung oder Handlung verändert die Situation. Was geschieht, damit die Lehre sichtbar wird?
Pointe Das Ergebnis wird klar und oft überraschend. Wie endet die Geschichte?
Moral Die Lehre wird formuliert oder erschlossen. Was können Menschen aus der Geschichte lernen?


Von der Moral zur Handlung

Beim Schreiben einer Fabel kannst Du mit der Moral beginnen. Dann überlegst Du Dir, welche Situation diese Moral sichtbar macht. Eine Moral ist besonders geeignet, wenn sie allgemein gilt und nicht nur zu einem einzigen Fall passt.

Mögliche Moral Passende Tierfiguren Mögliche Handlungsidee
Wer andere unterschätzt, kann selbst überrascht werden. Löwe und Maus Ein starkes Tier braucht plötzlich Hilfe von einem kleinen Tier.
Hochmut kommt vor dem Fall. Hase und Schildkröte Ein schneller Läufer verspottet eine langsame Gegnerin und verliert durch Überheblichkeit.
Wer nur auf Lob hört, verliert leicht den Verstand. Fuchs und Krähe Eine eitle Figur lässt sich durch Schmeichelei täuschen.
Wer gemeinsam handelt, ist stärker. Ameisen und Wolf Viele kleine Tiere wehren sich gegen eine große Bedrohung.
Nicht jede süße Rede ist ehrlich gemeint. Fuchs und Huhn Eine Figur benutzt freundliche Worte, um einen Vorteil zu bekommen.


Schreibplan für Deine eigene Fabel

Nutze diesen Schreibplan, bevor Du mit der fertigen Fabel beginnst. Je genauer Du planst, desto kürzer und klarer kann Dein Text werden.

Planungspunkt Deine Entscheidung
Moral Welche Lehre soll am Ende deutlich werden?
Hauptfiguren Welche zwei Tiere passen zu Deiner Lehre?
Eigenschaften Welche menschlichen Eigenschaften verkörpern die Tiere?
Ort Wo begegnen sich die Figuren?
Konflikt Was wollen die Figuren?
Dialog Welche Sätze zeigen den Streit oder die Täuschung?
Wendepunkt Was verändert die Situation?
Pointe Wie endet die Fabel überraschend oder treffend?
Moral Soll die Lehre ausdrücklich am Schluss stehen oder indirekt erkennbar sein?


Sprache einer Fabel

Die Sprache einer Fabel ist meist einfach, knapp und klar. Du solltest nicht zu viele Figuren einführen und keine langen Nebenhandlungen erzählen. Besonders wichtig sind starke Verben, treffende Adjektive und ein Dialog, der wirklich etwas bewirkt.

  1. Direkte Rede: Lass die Figuren sprechen, damit ihr Charakter sichtbar wird.
  2. Präteritum oder Präsens: Wähle eine Zeitform und bleibe dabei.
  3. Erzählperspektive: Erzähle übersichtlich, meistens in der dritten Person.
  4. Wortwahl: Nutze Wörter, die zur Figur passen.
  5. Satzbau: Kurze Sätze können die Pointe stärker machen.
  6. Moral: Formuliere sie knapp und allgemein.


Dialoge wirkungsvoll gestalten

Ein Dialog in einer Fabel ist mehr als ein Gespräch. Er zeigt Absichten. Der Fuchs schmeichelt nicht zufällig, sondern verfolgt ein Ziel. Der Hase spottet nicht zufällig, sondern zeigt Überheblichkeit. Die Maus bittet nicht zufällig, sondern bereitet die spätere Wendung vor.

Ein guter Dialog erfüllt mindestens eine dieser Funktionen:

  1. Charakterisierung: Er zeigt, wie eine Figur denkt.
  2. Konfliktaufbau: Er verschärft das Problem.
  3. Täuschung: Er lässt eine Figur in eine Falle laufen.
  4. Wendung: Er bereitet das überraschende Ende vor.
  5. Moral: Er macht die Lehre verständlicher.


Modelltext: Der Pfau und die Ameise

Der Pfau und die Ameise

Ein Pfau stand am Rand eines Gartens und schlug sein Rad. Die Sonne glänzte auf seinen Federn, und alle kleinen Tiere blieben stehen.

„Seht nur“, rief der Pfau, „wer so schön ist wie ich, braucht keine Arbeit zu tun.“

Eine Ameise trug schweigend ein Korn über den Weg. Der Pfau lachte. „Du bist so klein, dass man Dich kaum sieht. Warum mühst Du Dich so ab?“

„Weil auch ein kleines Korn zählt“, antwortete die Ameise und ging weiter.

Am Abend zog ein Sturm auf. Der Pfau flüchtete unter einen Busch, doch der Wind riss an seinen langen Federn. Er stolperte, fiel in eine Pfütze und konnte sich nicht befreien. Da kamen viele Ameisen. Gemeinsam schoben sie Zweige heran, bis der Pfau herausklettern konnte.

Beschämt senkte er den Kopf. „Ich habe Euch übersehen.“

Die Ameise antwortete: „Wer nur glänzen will, sieht die Hilfe der Kleinen zu spät.“

Moral: Wer andere wegen ihrer Größe oder ihres Aussehens unterschätzt, erkennt ihren Wert oft erst in der Not.


Analyse des Modelltexts

Element Umsetzung im Modelltext
Tierfiguren Pfau und Ameise stehen für Eitelkeit und Fleiß.
Konflikt Der Pfau verspottet die Ameise, weil er nur Schönheit wichtig findet.
Wendepunkt Der Sturm bringt den Pfau in eine Lage, in der er Hilfe braucht.
Pointe Die kleinen Ameisen retten den großen, stolzen Pfau.
Moral Die Lehre passt zur Handlung und gilt allgemein für Menschen.

Die Fabel vom Hasen und der Schildkröte zeigt besonders deutlich, wie eine einfache Gegenüberstellung eine starke Aussage erzeugt: Schnelligkeit allein genügt nicht, wenn Ausdauer und Konzentration fehlen.

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Eine Fabel überarbeiten


Überarbeitungsschritte

Eine gute Fabel entsteht selten in der ersten Fassung. Überarbeite Deinen Text mit klarem Blick auf Inhalt, Aufbau und Sprache.

  1. Moral prüfen: Ist die Lehre verständlich und passt sie zur Handlung?
  2. Figuren prüfen: Verkörpern die Tiere passende Eigenschaften?
  3. Konflikt prüfen: Gibt es ein klares Problem oder einen Gegensatz?
  4. Dialog prüfen: Zeigen die Gespräche Absichten und Charaktere?
  5. Kürzen: Streiche alles, was nicht zur Handlung oder Moral beiträgt.
  6. Pointe stärken: Ist das Ende treffend, überraschend oder einprägsam?
  7. Sprache verbessern: Ersetze ungenaue Wörter durch treffende Formulierungen.
  8. Rechtschreibung: Korrigiere Satzzeichen, Großschreibung und direkte Rede.


Checkliste für Deine Endfassung

Prüffrage Ja Noch bearbeiten
Hat meine Fabel eine klare Ausgangssituation?
Gibt es höchstens wenige wichtige Figuren?
Haben die Tiere menschliche Eigenschaften?
Entsteht ein deutlicher Konflikt?
Gibt es einen sinnvollen Dialog?
Führt die Handlung zu einer Pointe?
Passt die Moral zur Handlung?
Ist die Sprache knapp und verständlich?
Sind Rechtschreibung und Zeichensetzung geprüft?


Häufige Fehler beim Schreiben einer Fabel

  1. Zu viele Figuren: Wenn zu viele Tiere auftreten, wird die Lehre unklar.
  2. Zu lange Vorgeschichte: Eine Fabel braucht keine ausführliche Einleitung.
  3. Unpassende Moral: Die Moral muss aus der Handlung entstehen.
  4. Fehlender Konflikt: Ohne Problem gibt es keine Entwicklung.
  5. Unklare Eigenschaften: Die Figuren müssen durch Verhalten erkennbar werden.
  6. Schwache Pointe: Das Ende sollte die Lehre deutlich machen.
  7. Belehrender Ton: Die Geschichte soll zeigen, nicht nur erklären.


Bewertungskriterien

Bereich Gelungene Umsetzung Verbesserungsbedarf
Aufbau Die Fabel hat Ausgangssituation, Konflikt, Wendung und Schluss. Die Handlung wirkt ungeordnet oder enthält unwichtige Nebenhandlungen.
Figuren Die Tiere verkörpern erkennbare menschliche Eigenschaften. Die Eigenschaften bleiben unklar oder passen nicht zur Handlung.
Moral Die Lehre ist verständlich, allgemein und passend. Die Moral ist zu zufällig, zu lang oder widerspricht der Geschichte.
Dialog Die direkte Rede zeigt Absichten und verschärft den Konflikt. Die Dialoge wirken austauschbar oder überflüssig.
Sprache Der Text ist knapp, anschaulich und treffend formuliert. Der Text ist zu lang, ungenau oder sprachlich eintönig.
Überarbeitung Die Endfassung ist sorgfältig korrigiert. Rechtschreibung, Satzzeichen oder Formulierungen stören das Lesen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Fabel? (Eine kurze Erzählung mit einer Lehre) (!Ein langer Sachtext über Tiere) (!Ein Gedicht ohne Handlung) (!Ein Bericht über ein echtes Ereignis)




Welche Figuren stehen in Fabeln häufig im Mittelpunkt? (Tiere mit menschlichen Eigenschaften) (!Berühmte geschichtliche Personen) (!Nur Zauberinnen und Zauberer) (!Ausschließlich Kinder im Alltag)




Was bedeutet Personifikation in einer Fabel? (Tiere oder Dinge erhalten menschliche Eigenschaften) (!Eine Figur wird genau beschrieben) (!Ein Text bekommt viele Reime) (!Eine Geschichte wird in Kapitel geteilt)




Was ist die Moral einer Fabel? (Die Lehre der Geschichte) (!Der Ort der Handlung) (!Der Name der Hauptfigur) (!Die längste Rede im Text)




Was gehört zu einem guten Fabelkonflikt? (Zwei unterschiedliche Interessen treffen aufeinander) (!Alle Figuren sind immer einer Meinung) (!Die Handlung hat keine Veränderung) (!Der Schluss bleibt völlig beliebig)




Warum ist der Dialog in vielen Fabeln wichtig? (Er macht Absichten und Gegensätze sichtbar) (!Er ersetzt die gesamte Handlung) (!Er muss möglichst lang sein) (!Er verhindert eine Moral)




Welches Tier steht in vielen Fabeln oft für List? (Der Fuchs) (!Die Schildkröte) (!Das Lamm) (!Die Ameise)




Was sollte man beim Schreiben einer Fabel zuerst klären? (Welche Lehre die Fabel vermitteln soll) (!Wie viele Kapitel der Text bekommt) (!Welche Schriftart verwendet wird) (!Wie viele Seiten der Text lang sein muss)




Welche Frage hilft besonders bei der Überarbeitung? (Passt die Handlung zur Moral) (!Ist die Fabel möglichst unverständlich) (!Sind möglichst viele Nebenfiguren eingebaut) (!Beginnt jeder Satz mit demselben Wort)




Was macht eine gelungene Pointe aus? (Sie führt die Handlung treffend zur Lehre) (!Sie macht den Konflikt unwichtig) (!Sie erklärt nur den Ort der Handlung) (!Sie fügt ohne Grund neue Figuren hinzu)





Memory

Fuchs Listigkeit
Löwe Macht
Ameise Fleiß
Schildkröte Ausdauer
Moral Lehre
Konflikt Streit
Personifikation Vermenschlichung
Pointe Schlusswirkung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangslage Beginn der Fabel
Figurenwahl passende Tiere auswählen
Konflikt Gegensätze sichtbar machen
Dialog Figuren sprechen lassen
Wendepunkt Veränderung der Situation
Moral Lehre formulieren






Kreuzworträtsel

Moral Wie heißt die Lehre, die aus einer Fabel hervorgeht?
Fuchs Welches Tier gilt in vielen Fabeln als besonders listig?
Konflikt Wie nennt man den zentralen Streit oder das zentrale Problem?
Dialog Wie heißt ein Gespräch zwischen Figuren?
Pointe Wie nennt man einen zugespitzten überraschenden Schluss?
Personifikation Wie nennt man es, wenn Tiere menschliche Eigenschaften erhalten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Fabel ist eine

Erzählung mit belehrender Absicht. In vielen Fabeln werden Tiere

. Die Tiere zeigen menschliche

. Im Mittelpunkt steht meistens ein

. Der Dialog macht die Absichten der Figuren

. Eine überraschende Wendung führt oft zur

. Die Moral ist die

der Geschichte. Beim Schreiben planst Du zuerst die zentrale

. Danach ordnest Du die Handlung in einen klaren

. Bei der Überarbeitung prüfst Du, ob die Sprache knapp und

ist.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fabeltier-Steckbrief: Erstelle einen Steckbrief zu einem Fabeltier mit typischer Eigenschaft, möglicher Schwäche und einer passenden Beispielhandlung.
  2. Moral-Sammlung: Sammle fünf mögliche Lehren für eigene Fabeln und formuliere sie kurz und allgemein.
  3. Fabelanfang: Schreibe drei verschiedene Anfänge für eine Fabel, in denen jeweils zwei Tiere aufeinandertreffen.
  4. Dialogübung: Verfasse ein kurzes Gespräch zwischen einem listigen Fuchs und einem eitlen Vogel.


Standard

  1. Schreibplan: Fülle den Schreibplan für eine eigene Fabel vollständig aus und achte darauf, dass Figuren, Konflikt und Moral zusammenpassen.
  2. Eigene Fabel: Schreibe eine Fabel mit zwei Tierfiguren, einem klaren Konflikt, direkter Rede, Pointe und Moral.
  3. Partnerfeedback: Tausche Deine Fabel mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler und gib Rückmeldung zu Aufbau, Figuren und Moral.
  4. Fabel-Comic: Gestalte aus Deiner Fabel ein Storyboard mit vier bis sechs Bildern und kurzen Sprechblasen.


Schwer

  1. Moderne Fabel: Schreibe eine Fabel, die ein heutiges Thema wie Gruppendruck, soziale Medien, Konsum, Ausgrenzung oder Umweltverhalten aufgreift.
  2. Perspektivwechsel: Erzähle eine bekannte Fabel aus der Sicht der unterlegenen Figur neu und verändere dadurch die Wirkung.
  3. Hörspiel: Verwandle Deine Fabel in ein kurzes Hörspiel mit Erzählerstimme, Dialogen und passenden Geräuschen.
  4. Fabelvergleich: Vergleiche Deine Fabel mit einer klassischen Fabel und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Figuren, Aufbau und Moral.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Entwickle zu der Moral Wer andere ausnutzt, verliert Vertrauen eine neue Fabelidee mit passenden Tierfiguren und begründe Deine Wahl.
  2. Textanalyse: Lies eine unbekannte Fabel und erkläre, wie Bildebene und Sachebene zusammenhängen.
  3. Überarbeitung: Verbessere eine Fabel, deren Moral nicht zur Handlung passt, und begründe Deine Änderungen.
  4. Figurenentscheidung: Entscheide, ob für eine Fabel über Hochmut eher ein Pfau, ein Löwe oder eine Ameise geeignet ist, und erkläre Deine Wahl.
  5. Konfliktgestaltung: Beschreibe, wie ein Dialog den Konflikt zwischen zwei Fabeltieren verschärfen kann.
  6. Vergleich: Vergleiche eine Fabel mit einem Märchen und erkläre, warum beide Textsorten unterschiedlich wirken.
  7. Kreativer Transfer: Übertrage ein Problem aus dem Schulalltag in eine Fabelhandlung, ohne echte Personen zu nennen.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du Fabeln nicht nur erkennst, sondern selbst gestalten, überarbeiten und erklären kannst.

  1. Fabel-Portfolio: Sammle Schreibplan, Entwurf, Feedback, Überarbeitung und Endfassung Deiner eigenen Fabel.
  2. Endfassung: Gib eine sprachlich überarbeitete Fabel mit passendem Titel und klarer Moral ab.
  3. Reflexion: Erkläre schriftlich, warum Du diese Tierfiguren gewählt hast und wie sie zur Moral passen.
  4. Analyse: Markiere in Deiner Fabel Ausgangssituation, Konflikt, Wendepunkt, Pointe und Moral.
  5. Feedbackkompetenz: Zeige, dass Du Rückmeldungen sinnvoll aufgenommen und Deinen Text gezielt verbessert hast.
  6. Präsentation: Lies Deine Fabel betont vor oder stelle sie als Comic, Hörspiel oder kurze szenische Lesung vor.
  7. Selbsteinschätzung: Beurteile mithilfe der Checkliste, welche Kriterien Du sicher erfüllst und woran Du weiterarbeiten möchtest.




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