Dahin Hensel, Luise Dahin Hoch in der Linde drüben Ein Vöglein wohnte lang; Ich that es herzlich lieben, Gern lauschen seinem Sang. Wo ist mein Sänger blieben? Ach, schweigt ja schon so lang. Drüben Ist alles stumm und bang. Die Linde seh ich stehen So traurig dunkelgrün. Die Blumen all vergehen Und wollen nicht mehr blühn. Ich hab' ihn oft gesehen, Nun ist er, ach! dahin. Die Winde schaurig wehen, Gehen Und seufzen all' um ihn. Louise Hensel: Lieder. 4. vermehrte Auflage, Paderborn: Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh, 1879. Hensel, Luise 350- 1879 Paderborn TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung. https://www.zeno.org/Literatur/M/Hensel,%20Luise/Gedichte/Lieder%20%28Ausgabe%20von%201879%29/Anhang/Dahin https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/