Mandoline Verlaine, Paul-Marie Mandoline Sie, die klimpern auf den Saiten, Und die Schönen, welche lauschen, Tauschen matte Höflichkeiten, Wo die grünen Zweige rauschen. Tircis und Aminte sind es, Auch Clitander darf nicht fehlen. Damis, um manch spröden Kindes Herz mit zartem Reim zu stehlen. Ihrer langen Schleppen Seide, Ihre Westen, ihre glatten, Ihre Feinheit, ihre Freude, Ihre weichen, blauen Schatten Wirbeln, wo der Mond verdüstert Ros'ger bald erscheint, bald grauer, Und die Mandoline flüstert In des Abendwindes Schauer. Verlaine, Paul: Ausgewählte Gedichte. Übers. v. Graf Wolf v. Kalckreuth, Leipzig: Insel-Verlag, 1983 Verlaine, Paul-Marie 38- Leipzig TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung. https://www.zeno.org/Literatur/M/Verlaine,%20Paul-Marie/Lyrik/Gedichte/Sch%C3%A4ferfeste/Mandoline https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/