Im trauernden Lande Verlaine, Paul-Marie [Im trauernden Lande] Im trauernden Lande, Verwischt, ohne Grenzen Sieht Schnee man erglänzen Gleich scheinendem Sande. Die Sterne versinken Im kupfernen Äther. Den Mond sah ich blinken, Nun stirbt und vergeht er. Die wogenden Eichen Im Nebel, im grauen, Wie Wolken zu schauen In nächtlichen Reichen. Die Sterne versinken Im kupfernen Äther. Den Mond sah ich blinken, Nun stirbt und vergeht er. Ihr Wölfe, ihr Krähen, Ihr hungernden Horden! Was bringt euch der Norden Mit eisigem Wehen? In trauerndem Lande, Verwischt, ohne Grenzen, Sieht Schnee man erglänzen Gleich scheinendem Sande. Verlaine, Paul: Ausgewählte Gedichte. Übers. v. Graf Wolf v. Kalckreuth, Leipzig: Insel-Verlag, 1983 Verlaine, Paul-Marie 61- Leipzig TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung. https://www.zeno.org/Literatur/M/Verlaine,%20Paul-Marie/Lyrik/Gedichte/Romanzen%20ohne%20Worte/Vergessene%20S%C3%A4nge/[Im%20trauernden%20Lande] https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/