Schnick und Schnack Bürger, Gottfried August Schnick und Schnack Verbreite du vor Hack und Mack Den Duft der besten Taten! Kaum wird Frau Schnick und kaum Herr Schnack Ihn merken und verraten. Mach' aber Einen schwachen Streich – Wer kann dem immer wehren? – Ganz heimlich! – O so wirst du gleich Dein blaues Wunder hören! Umsonst, umsonst bemühst du dich, Ihn halb nur zu verstecken. Vom Liebesmantel findet sich Kein Läppchen, ihn zu decken. Beging'st du ihn im Keller gleich, Tief in der Nacht der Erde: Hervor muss er, der matte Streich, Dass er beschnickschnackt werde! Du fragst umsonst: Wie hat das Pack Das bisschen Streich erfahren? – Auch Klag' und Fluch auf Schnick und Schnack Kannst du gemächlich sparen. Sie borgen dann die List vom Fuchs; Vom Spürhund ihre Nasen; Die gluhen Augen von dem Luchs; Die Ohren von dem Hasen. Und spüren und verschonen nie, Nicht Bruder, Schwester, Base. Wie Galgenraben schwärmen sie Am liebsten nach dem Aase. Bürgers Gedichte in zwei Teilen. Teil 1: Gedichte 1789. Herausgegeben von Ernst Cosentius, 2. Auflage, Berlin, Leipzig, Wien, Stuttgart: Bong, 1914. Bürger, Gottfried August 242- Stuttgart TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung. https://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%BCrger,%20Gottfried%20August/Gedichte/Gedichte%20%28Ausgabe%201789%29/Drittes%20Buch.%20Vermischte%20Gedichte/Schnick%20und%20Schnack https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/