Auskehr Ringelnatz, Joachim Auskehr (Zum Schmutz- und Schundgesetz November 1926) Schundige, verbrauchte Besen wollen, Nur aus schmutzig-dunklem Hintergrund: Mummgedachte dummgemachte Menschen sollen Ihnen helfen gegen Schmutz und Schund. Wollen also scheinbar Straßen reinigen, Nicht vor eigner Türe, nein! O nein! Herrschen wollen sie und peinigen. Denn man sah in ihren Stiel hinein. Und da fand man in den Stielen Knuten Aus der mittelalterlichsten Zeit. Und wir andern müssen uns nun sputen, Denn die Besen stehen kampfbereit. Sagen wir nur: Nein! In die Ecke, Besen, Besen! In dem Dreck, wo ihr gewesen Seid, macht euern Dreck allein! Nicht verhandeln. Denn wir wollen rein, Auch durch Schmutz und Schund, in Freiheit wandeln. Joachim Ringelnatz: Das Gesamtwerk in sieben Bänden. Herausgegeben von Walter Pape, Band 1: Gedichte, Band 2: Gedichte, Band 3: Dramen, Band 4: Erzählungen, Band 5: Vermischte Prosa, Band 6: Mein Leben bis zum Kriege, Band 7: Als Mariner im Krieg, Zürich: Diogenes, 1994. Ringelnatz, Joachim 327- Zürich TextGrid, www.editura.de; Digitale Bibliothek. Die historischen Texte und Übersetzungen bleiben unverändert in der Quellfassung. https://www.zeno.org/Literatur/M/Ringelnatz,%20Joachim/Gedichte/Allerdings/Auskehr https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/