Ethik Gerechtigkeit und Verantwortung Beschreiben und bewerten · „Viele tun es“ beschreibt ein Verhalten. „Man sollte es tun“ bewertet oder fordert es. Der Übergang benötigt eine zusätzliche normative Begründung. Folgenethik · Konsequentialistische Ansätze bewerten Handlungen wesentlich anhand ihrer Folgen. Welche Folgen zählen, hängt vom jeweiligen Ansatz ab. Pflichtethik · Pflichtethische Ansätze prüfen unter anderem Verpflichtungen und die Rechtfertigung von Handlungsregeln, nicht nur den erzielten Vorteil. Tugendethik · Tugendethik fragt nach guten Haltungen und einem gelingenden Leben. Handeln wird auch im Zusammenhang mit Charakter und praktischer Urteilskraft betrachtet. Dilemma · In einem moralischen Dilemma können gewichtige Ansprüche miteinander kollidieren. Eine Entscheidung verlangt, den Konflikt offenzulegen. Gleichheit · Gleichbehandlung und bedarfsgerechte Unterstützung können unterschiedliche Gesichtspunkte von Gerechtigkeit sein. Perspektivwechsel · Ein Perspektivwechsel berücksichtigt, wie eine Entscheidung verschiedene Betroffene berührt, ohne deren Sicht einfach zu erfinden. Autonomie · Autonomie betrifft selbstbestimmtes Handeln. Informiertheit, Freiwilligkeit und reale Handlungsmöglichkeiten können dabei wichtig sein. Verantwortung · Verantwortungsfragen betreffen unter anderem Wissen, Einflussmöglichkeiten und absehbare Folgen. Sie sind am konkreten Fall zu prüfen. Begründetes Urteil · Ein ethisches Urteil nennt Maßstäbe, berücksichtigt Einwände und erklärt eine Abwägung. Andere begründete Positionen können bestehen bleiben. Fachliche Vertiefung: https://plato.stanford.edu/entries/ethics-virtue/